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Atomenergie

Atomenergie in der EU & EURATOM



Mit Kernenergie, Atomenergie bzw. Nuklearenergie wird die Technologie zur Erzeugung von elektrischem Strom mittels Kernreaktionen bezeichnet. Die "Energiegewinnung "erfolgt aufgrund von Kernspaltung in Kernkraftwerken. Dabei wird Uran als Kernbrennstoff verwendet.
Der Kernkraftanteil an der weltweiten Stromerzeugung beträgt etwa 16 %. Mit Stand September 2011 sind 433 Reaktorblöcke mit einer Gesamtleistung von 366,6 GW in 31 Ländern in Betrieb. (Qu. wikipedia.)

Die der EU gibt es derzeit 143 Atomkraftwerke. Aufgrund der EU-"Stresstests" wurde kein einziges AKW abgeschaltet. (Qu. Raimund Löw, Ö1 Morgenjournal 24.2.2012)

Laut der grünen EU-Abgeordnete Chistiane Brunner hat das Europäische Parlament am 20. April 2012 über eine weitere Aufstockung der Mittel für den Kernfusionsreaktor ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) entschieden. Allein im Jahr 2012 sollen demnach weitere 650 Millionen Euro in das Großprojekt fließen.

Am 31. Mai 2012 hat die EU-Kommission das Bürgerbegehren gegen Atomkraft abgelehnt. Die Begründung der EU: Die Forderung des Bürgerbegehren verstoße gegen EU-Primärrecht. Damit gemeint ist der EURATOM-Vertrag, mit dem eine Förderung von Atomenergie vereinbart wurde. Das Bürgerbegehren wurde von 11 Umweltinitiativen (Titel "Meine Stimme gegen Atomkraft") eingebracht.
 

Reaktoren ohne Containment rund um Österreich:

Tschechien:
* 4 Reaktoren in Dukovany (seit 1985-1987 in Betrieb)
Slowakei:
* 2 Reaktoren in Mochovce (seit 1998 und 2000 in Betrieb)
* 2 Reaktoren in Bohunice (seit 1985 in Betrieb)
* 2 Reaktoren Mochovce 3 & 4, die gerade fertiggestellt. Die werden ebenfalls kein Containment haben
Ungarn:
* 4 Reaktoren in Paks (seit 1983-1987 in Betrieb)
Slowenien:
* Krsko 1 (seit 1983 in Betrieb)
 

VORTEILE der Atomenergie:

* keine echten Vorteile erkennbar
* nur Betreiber von Atomkraftwerken lukrieren Milliardengewinne (die Errichtungskosten und Schäden müssen oft die Steuerzahler bezahlen)
 

NACHTEILE der Atomenergie:

* 40 Millionen Euro an Zahlungen für Euratom, obwohl Österreich keine Atomkraftwerke betreibt.
* es gibt kein Endlager für Atommüll in Europa
* irreversibles und hohes Risiko für Menschen im großen Umkreis
* Europa erlebte bereits eine Atomkatastrophe in Tschernobyl (Ukraine). Eine Atomkatastrophe in Deutschland, Tschechien, Slowakei oder Slowenien wäre für Österreich ebenfalls katastrophal
* Atomstrom fördert die Klimaerwärmung
* hohes Risiko bei Terroranschlägen
* keine Kostenwahrheit. Die externen Effekte werden nicht berücksichtigt.
* keine Klärung einer sicheren Endlagerung in Sicht.
* keine klare Linie in der EU-Atompolitik erkennbar
* fahrlässige Entsorgung von Atommüll in DU (Depleted Uranium)-Waffen
 



Kundgebung der EU-Austrittspartei vor dem Atomkraftwerk Zwentendorf am 26. Mai 2012

Ziele & Programm der EU-Austrittspartei:


* sofortiger Ausstieg Österreichs aus den EURATOM Verträgen
* Einstellung der Zahlungen an EURATOM - Einsparung ca. 40 Mio € jährlich.
* Österreich sollte besser in erneuerbare Energie investieren, zB in den Ausbau der Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie und Abwärme besser nutzen.
* Österreich könnte energieautark - also unabhängig vom Ausland - sein. Warum nutzen wir diese Möglichkeit nicht?
* Man könnte auch gleich die Gelder für das CERN-Atomforschungsprogramm in der Schweiz streichen. Das würde Österreich ca. 20 Millionen Euro im Jahr ersparen.
 

Mehr Infos:



* Roland Egger vom Atomstopp Oberösterreich fordert den EURATOM-Ausstieg Österreichs, will aber in der EU bleiben.
(Das Problem daran: Beides gleichzeitig geht nicht. Gespräch am 11.3.2015 in Linz mit Mag. Robert Marschall).

 
* EU-Energiekommissar Oettinger schönt Subventionsbericht
... In dem Papier aus der eigenen Generaldirektion muss Oettinger plötzlich nachlesen, dass nicht erneuerbare Energien das meiste Geld erhalten, sondern Kohle- und Gaskraftwerke sowie die Atombranche.
=> Süddeutsche Zeitung vom 14.10.2014

* Baut Tschechien grenznahe AKWs aus?, Die Presse 28. Mai 2012

* US-Präsident Obmana ornet US-amerikanischer Computerwurm gegen iranische Atomkraftwerke an, Der Standard 1. Juni 2012
 





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14.6.2012 Anti Atom Komitee fordert klare Aussage von BM Mitterlehner beim EU Gipfel

Beim morgigen Treffen der Energieminister in Luxemburg steht auch die Forderung von vier EU Ländern auf der Tagesordnung, Atomenergie den erneuerbaren Energieträgern gleichzustellen.
   Das Anti Atom Komitee fordert, wie zahlreiche Umweltorganisationen, eine klare Absage von Bundesminister Mitterlehner an dieses unverfrorene Ansinnen der Atomlobby. "Wie hemmungslos die Atomlobby ihre Lügen verbreitet, zeigt sich an der Forderung von Tschechien, Polen, England und Frankreich Atomenergie den erneuerbaren Energieträgern gleichzustellen, mit dem allseits als unwahr bekannten Argument, Atomenergie sei klimaneutral", so Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee. Damit wird versucht, Förderungen aus Steuermittel für den Neubau von Atomkraftwerken zu ermöglichen und das Wettbewerbsrecht der EU auszuhebeln.
  
Was steckt dahinter: In Frankreich und England steht der Ersatz zahlreicher veralteter AKWs an, Tschechien möchte Temelin ausbauen, um den Stromexport noch zu steigern und Polen denkt an den Einstieg in die Atomenergie. Damit wird mit dieser Forderung deutlich, dass Atomkraftwerke nicht wirtschaftlich, nicht ohne Gelder aus Steuermitteln errichtet werden können. "Für Bundesminister Mitterlehner darf es zu diesem Ansinnen beim morgigen Treffen der Energieminister nur ein klares NEIN geben und er muss gegen diesen unverschämten Vorstoß stimmen", fordert Manfred Doppler und ergänzt abschließend: " Eine Stimmenthaltung aus diplomatischen Gründen ist keinesfalls akzeptabel, Herr Minister!"
Rückfragehinweis: DI Manfred Doppler Tel.: +43 664 4505 015 OTS0278 2012-06-14/14:47



ATOM-LOBBY FÖRDERUNG ist eine der BRÜSSELER - Todsünden!



Cäsium 137 kennt keine Grenzen,
Atomlobby kennt keine Grenzen.

Viele Grüße
Andreas               7. Juni 2012

EU-aus: Großartige Eigeninitiative. Bitte auch die EU-Austrittsflagge auf möglichst vielen Berggpifeln Österreichs hissen.



Atomenergie: Österreich zahlt 104 Millionen Euro

Warum sollte Österreich 104 Millionen Euro!!! für das Atomforschungsprogramm bezahlen? Wir haben ja kein einziges AKW!!!
Auch die Aussage vom Wirtschaftsminister Karl-Heinz Töchterle, dass es ja um Sicherheitsforschungen geht ist wohl ein schlechter Witz!!!
Wir haben ja viel zu viel Geld, deshalb auch das Sparpaket! Uns nehmen sie es weg und  Brüssel wird es ohne Wenn und Aber zugeschoben!!!

Ich hoffe das wir NIE MEHR eine Rot-Schwarze Bundesregierung haben werden!!!!
Gernot K.         16. Februar 2012



EU Dilletant Energiekommissar Oettinger hält an Atomkraft fest!

Was ist das für ein christlich sozialer Politiker, der noch immer an Atomkraft festhält? Wenn man hört, was in Fukushima alles passiert ist – ja lernen diese Leute überhaupt nichts oder ist dieser abgehobenen EU die Bevölkerung total egal.
Experten sagen, dass noch 40 Jahre große Gefahr herrsche und dass Kernschmelzen jederzeit wieder auftreten können.
Das heißt also nach der Krise ist vor der Krise. In der EU sollen 40 neue Atomkraftwerke gebaut werden – trotz Fukushima. Anstatt die alternative Energiewende voranzutreiben beschäftigt man sich weiter mit Atomenergie, die keine Sicherheit bieten kann. Nicht einmal die Endlagerung vom Atommüll ist geklärt. Bei Plutonium beträgt die Halbwärtszeit 300.000 Jahre – welche Menschen bzw. Experten können dafür garantieren?
In Österreich gibt es keine Atomkraftwerke, trotzdem wurde bei der Energiewende schon soviel versäumt, dass Strafzahlungen bis zu einer Milliarde Euro wegen Verfehlung der Kyotoziele ins Haus stehen.
So schaut eine nachhaltige Politik nicht aus!
Dass Regierungschefs und deren Berater in der EU es nicht begreifen, dass Atomkraft nicht wirtschaftlich zu betreiben ist, kann nicht nachvollzogen werden. 204 Milliarden Euro hat der deutsche Steuerzahler in die Atomkraft gebuttert.
   Ohne öffentliche Unterstützung hätte sie nie eingeführt werden können. Und die Ökostrombranche wird am Atomstrom gemessen. Die Gewinne, die Atomkraftwerke machen, gehen an die Konzerne, passiert etwas wird der Schaden sozialisiert. Der Bau neuer Atomkraftwerke muss in Europa mit allen Mitteln verhindert werden, denn diese Art von Stromproduktion führt ins Verderben wie in Japan. Einer der führenden Mitarbeiter von Fukushima, der beim brennenden Kraftwerk im Einsatz war, leidet jetzt an Speiseröhrenkrebs.
Die Mittel und Ressourcen für eine nachhaltige Energiewende sind da, Photovoltaik, Solarthermie, Wind und Biomasse - sie müssen nur gewollt und genutzt werden.
Das bedeutet enkelfähiges Wirtschaften bzw. Nachhaltigkeit. Es ist so wie es der Schweizer Dichter Max Frisch formuliert hat:
Mündiger Staatsbürger zu sein bedeutet: Man hat sich in die eigenen Angelegenheiten und die Energiewende einzumischen.
 
Mit herzlichen Grüßen
Solarkraftwerksbetreiber
Franz Dorner                            12. Jänner 2011



"Thema" Unfälle in Atomkraftwerken gehört behandelt

Zu den EURATOM-Zahlungen möchte ich anfügen, dass es doch nicht sein kann dass Österreich Millionen oder Milliarden für das EURATOM Kernforschungsprogramm zahlt und (zum Glück!) kein einziges Atomkraftwerk hat, d.h. mit diesen Erkenntnissen nichts anfangen kann.
   Außerdem gehört meiner Meinung nach auch das Thema Unfall in Atomkraftwerken öffentlich behandelt! Denn wir hatten bis dato das Glück das unsere Nachbarstaaten nie (außer Tschernobyl) einen gröberen Zwischenfall gehabt. Leider lässt sich aber auch erwarten das es im AKW Krsko (SLO) oder in anderen AKW´s  einmal eine Katastrophe anbahnen wird!
Gernot K.                 28. Dez 2011



EU-Energiekommissar Öttinger sollte nach Fukoshima fahren

Warum fliegt den Herr Öttinger nicht nach Japan um bei den Aufräumungsarbeiten mitzuhelfen? Ist ja viel Angenehmer, von der Kernkraftbetreibern vermutlich gut gesponsert zu werden. Der österreichische Atomgegner Schüssel kassiert ja auch angeblich € 100.000,00 für seine geschätzte Mitarbeit bei der deutschen Atomlobby. Ich finde auch er sollte einen Betriebsausflug nach Fukoshima machen.
   Warum bauen denn alle Länder rund um Östereich ihre umweltgefährdenden Reaktoren nicht in ihren Zentren, sondern an unsen Grenzen ??? Wahrscheinlich weil sie so sicher sind, das es besser ist sicherheitshalber, den Nachbarn verrecken zu lassen wenn´s doch Katastrophen mit den zum größteil schrottreifen Reaktoren geben sollte. Mit hoffentlich nicht leuchtenden Augen verbleibt, euer Mitstreiter.
Norbert P.   11. Dezember 2011





17.12.2014 Präsident der EU-Kommission will Atomkraft angeblich nicht fördern

GLOBAL 2000 ist erfreut über die Aussage des Präsidenten der EU-Kommission Jean-Claude Juncker, dass er "überhaupt nicht die Absicht" habe, Atomenergie im Rahmen des EU-Investitionspaketes zu finanzieren. "Leider findet sich auf der Liste von 2.000 Projekten, die die Mitgliedsstaaten im Rahmen des so genannten 'Juncker-Pakets' vorgelegt haben und die wir letzte Woche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben, zahlreiche Atom-Projekte, die auf die staatlichen Förderspritzen warten", sagt Dr. Reinhard Uhrig, Atom-Sprecher von der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. "Juncker muss jetzt seinen klaren Worten Taten folgen lassen und den Mitgliedsstaaten klar machen, dass Atomkraft nichts in einem Investitionspaket der EU zu suchen hat." Juncker betonte, es gehe darum, "Projekte mit Langzeitwachstums-steigerndem Potenzial zu unterstützen und finanziell zu begleiten".
   Dass die gescheiterte Technologie Atomkraft diese Kriterien nicht erfüllen kann belegen die Subventions-Zahlen zum AKW Hinkley Point C in Großbritannien: Selbst wenn man den Beteuerungen der britischen Regierung Glauben schenken würde und tatsächlich 25.000 Arbeitsplätze geschaffen würden, würde jeder Arbeitsplatz mit der enormen Summe von 750.000 Euro gefördert. "Wie Professor Tom Burke vom University College klar berechnet hat, würden mit dem gleichen enormen Steuergeld nachhaltig 325.000 Jobs in der Energieeffizienz-Branche in England geschaffen werden - in Hinkley werden es langfristig 900 sein", so Uhrig.
   "Atomkraft muss raus aus dem EU-Investitionspaket - hier muss Juncker jetzt seinen Worten Taten folgen lassen und die britischen, polnischen und tschechischen Atom-Projekte von der Liste werfen."
   GLOBAL 2000 fordert Bundeskanzler Werner Faymann auf, in der Schlusserklärung des morgigen EU-Gipfels schriftlich einen Ausschluss der Atomprojekte festhalten zu lassen. Die Liste der 2.000 Projekte, die für den EU-Investitionspakt vorgeschlagen sind, finden Sie im Anhang.
Rückfragehinweis: Dr. Reinhard Uhrig, Atomsprecher GLOBAL 2000, 0699 142 000 18 Mag. (FH) Karin Nakhai, Pressesprecherin GLOBAL 2000, 0699 142 000 20



26.9.2012 Bis zu 500 Millionen Euro aus EURATOM für Laufzeitverlängerung von ukrainischen Atomkraftwerken!

"Der EURATOM-Vertrag als Förderinstrument für die Atomlobby steht einem europaweiten Atomausstieg diametral entgegen! Solange über den EURATOM-Vertrag die Atomlobby geschützt und über Milliardenkredite weiterhin gefördert wird, solange werden in Europa Atomkraftwerke laufen! Dass diese Finanzmittel von den Atomstaaten dringend gebraucht werden, sieht man auch an den derzeit laufenden Verhandlungen der Ukraine mit EURATOM: bis zu 500 Millionen Euro sollen für die Laufzeitverlängerung der ukrainischen Atomkraftwerke bereitgestellt werden! Als Atomausstiegsvertrag sollte sich unserer Meinung nach EURATOM ausschließlich um das geordnete und sichere Abwracken der Atomkraftwerke kümmern und dafür Sorge tragen, dass die jetzt schon angehäuften hochradioaktiven Abfälle für tausende von Jahren sicher verwahrt werden! Diese Aufgaben sind für EURATOM Jahrhundertaufgaben - im Sinne der Gesellschaft und im Sinne der nächsten Generationen! Neue EURATOM-Förderungen für Atomkraftwerke und EURATOM-Förderungen für Laufzeitverlängerungen sind eine Gefahr für Europa und deshalb abzulehnen!", so Egger und Schweiger abschließend. 
Rückfragehinweis:
Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.
Roland Egger, Tel.: + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger, Tel.: + 43 680 33 33 628



10.8.2012 Greenpeace: Belgischer AKW-Schaden zeigt Schwäche von EU-Stresstests

Als Konsequenz des Schadens am belgischen Atomkraftwerk Doel, fordert die Umweltorganisation Greenpeace eine sofortige Überprüfung und gegebenenfalls Stilllegung aller Atomreaktoren mit baugleicher Reaktorhülle der Herstellerfirma RDM. Gestern wurde bekannt, dass die Hülle von Block 3 des AKW Doel einen Riss aufweist. Besonders beunruhigend dabei ist, dass es laut belgischen Atombehörden Hinweise darauf gibt, dass mögliche Risse kein Zeichen von Altersschwäche, sondern ein strukturelles Problem der RDM-Reaktorhüllen sind. Alleine in Europa gibt es neben Doel3 sieben weitere noch in Betrieb befindliche baugleiche Reaktoren. Das AKW Doel wurde im Zuge der EU-Stresstests als sicher bewertet. "Der gravierende Schaden am AKW Doel zeigt ganz deutlich die Schwächen der vorgenommenen EU-Stresstests. Ein Schaden dieser Art hätte im Zuge der Untersuchungen auffallen müssen. Alleine in Europa stehen sieben weitere baugleiche Reaktoren, die noch in Betrieb sind und ebenfalls bereits Risse in der Reaktorhülle haben könnten. Diese müssen sofort überprüft und gegebenenfalls stillgelegt werden", so Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof.
   Die Firma RDM baute in den 1970er Jahren Reaktorhüllen hauptsächlich für europäische Atomkraftwerke, belieferte jedoch auch die Atomindustrie in den Vereinigten Staaten. Weltweit gibt es elf in Betrieb befindliche Reaktoren mit RDM-Hüllen, davon stehen sieben in Europa: Zwei in der Schweiz (Leibstadt und Mühleberg), zwei in Spanien (Cofrentes und Santa Maria de Garona), einer in den Niederlanden (Borssele), einer in Schweden (Ringhals 2), und zwei in Belgien (Tihange 2 und der betroffene Reaktorblock Doel 3). Der Reaktor in Doel wurde 1982 in Betrieb genommen. Einer Regierungsentscheidung des letzten Monats zufolge sollte das AKW erst im Jahr 2022, nach 40 Jahren Betrieb, heruntergefahren werden.
   Greenpeace fordert das sofortige Herunterfahren und eine genaue Überprüfung aller Reaktoren. Bei jeglichen Schäden muss im Sinne der Sicherheit der Bevölkerung als Konsequenz eine sofortige Stilllegung der beschädigten Atomkraftwerke erfolgen. "Außerdem muss Minister Berlakovich von der EU-Kommission sofort Aufklärung darüber verlangen, wie man dieses Problem bei den EU-Stresstests übersehen hat können", so Westerfof abschließend.
Rückfragehinweis: ~ Jurrien Westerhof Greenpeace Energiesprecher Tel.: +43 664 61 26 701, Melanie Aldrian Greenpeace Pressesprecherin Tel.: +43 (0)664 61 26 725



1.6.2012 atomstopp: EU-Kommission schützt Atomindustrie und EURATOM!

Gemeinsamer Ausstieg aus EURATOM erhält durch Ablehnung des europäischen Volksbegehrens neue Brisanz.
"Dass in der EU-Kommission klare Befürworter_innen der Atomlobby sitzen, ist nichts Neues und wird durch die Ablehnung des europäischen Volksbegehrens für einen europaweiten Atomausstieg zusätzlich bestärkt!", sind Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich von der jetzt bekannt gewordenen Entscheidung der EU-Kommission entrüstet! "Dreh- und Angelpunkt für einen europaweiten Atomausstieg ist der EURATOM-Vertrag und solange dieser nicht aufgelöst wird, werden sich die Atomlobbyisten in der EU-Kommission und anderswo immer auf das Primärrecht und die Sonderstellung der Atomenergie hinausreden!", so Egger und Schweiger weiter. "Die jetzige Entscheidung der EU-Kommission ist für uns ein klarer Auftakt und Auftrag: Der Ausstieg einzelner Mitgliedstaaten aus dem EURATOM-Vertrag erhält neue Brisanz und welches Land, wenn nicht Österreich, sollte vorangehen und den ersten Schritt machen! Kritische Stimmen und durchaus auch Ausstiegsbestrebungen aus dem EURATOM-Vertrag gibt es bereits in Deutschland! Die Kampagne "Österreich - RAUS aus EURATOM" wird schon in Deutschland aufgegriffen! Wir werden jedenfalls unsere Aktivitäten in Richtung EURATOM-Ausstieg verstärken und mit einer Bürgerinitiative das österreichische Parlament auffordern, Schritte in Richtung Auflösung des EURATOM-Vertrags zu starten!", so Egger und Schweiger abschließend.
Rückfragehinweis: Roland Egger + 43 680 23 93 019 Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625 OTS0116 2012-06-01/11:19



1.6.2012 GLOBAL 2000: Kommission erteilt Volksbegehren "Meine Stimme gegen Atomkraft" vorläufige Absage

Die Nachricht aus Brüssel erreichte die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 gestern zu später Stunde: Die Europäische Kommission erteilt dem von GLOBAL 2000 initiierten europäischen Volksbegehren "Meine Stimme gegen Atomkraft" eine vorläufige Absage. Klaus Kastenhofer, Geschäftsführer von GLOBAL 2000, hält fest: "Das ist ein Fehlstart der neu geschaffenen Möglichkeit für mehr direkte Demokratie, dem europäischen Volksbegehren." Begründet wird die Ablehnung mit dem Vorwand, dass das europäische Volksbegehren "Meine Stimme gegen Atomkraft" europäisches Primärrecht, insbesondere den EURATOM-Vertrag der EU, verletzen würde und daher nicht zugelassen werden dürfe. "Das ist inhaltlich einfach falsch", erklärt der Umweltjurist Thomas Alge. "Die Forderungen des Anti-Atom-Volksbegehrens beziehen sich auf Aspekte, die eindeutig unter die Lissabon-Verträge der EU fallen. Somit sind die Forderungen ganz klar im Kompetenzbereich der Kommission und können juristisch einwandfrei von besorgten Bürgerinnen und Bürgern zum Gegenstand eines europäischen Volksbegehrens gemacht werden.
   Ein Beispiel: Das Volksbegehren verlangt von der Kommission die Entwicklung von Szenarien und Kriterien, um Europas besonders gefährliche Atomkraftwerke schließen zu können. Dadurch werden Prinzipien des Umweltschutzes, des Vorsorgeprinzips und der Grundrechte geschützt. Dies ist im Lissabon-Vertrag geregelt." Der erfreuliche Teil der Nachricht ist, dass die Kommission sechs der neun Forderungen, darunter auch die Forderung nach Besteuerung für Atomkraft, nicht beeinsprucht. "Die kritischen drei Punkte werden wir nachverhandeln", zeigt sich Kastenhofer optimistisch. Gleichzeitig wird man alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen und ein textlich adaptiertes Volksbegehren nach gründlicher Analyse der juristischen Begründung der Kommission einreichen. "Wir werden alle Kräfte mobilisieren und sämtliche rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen, damit die europäischen Bürgerinnen und Bürger ihren Willen den politischen VertreterInnen in Brüssel mitteilen können", sagt Kastenhofer. "GLOBAL 2000 hat damit gerechnet, dass uns mit unserem Ziel, Europa atomkraftfrei zu machen, kalter Gegenwind in die Gesichter blasen wird. Die mächtige Atomlobby wird nervös, wenn europäische Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme gegen Atomkraft erheben. Die Europäerinnen und Europäer wollen keine Atomkraft, es wird Zeit, dass diese Nachricht auch in Brüssel endlich Gehör finden kann!" GLOBAL 2000 wird weiter für einen europäischen Atomausstieg eintreten und die Vorbereitungen zur Durchführung eines europäischen Volksbegehrens fortsetzen. "Ich bin überzeugt, dass unser Volksbegehren gegen Atomkraft über kurz oder lang genehmigt wird. 
Rückfragehinweis: GLOBAL 2000 Lydia Matzka-Saboi/Nunu Kaller, Pressesprecherinnen Tel.: +43 699 14 2000 26 / +43 699 14 2000 20 GLOBAL 2000 Geschäftsführer: Dr. Klaus Kastenhofer, Tel.: 0699/14 2000 32 Ökobüro Geschäftsführer: Mag. Thomas Alge, Tel.: 0699/102 95 159



21.3.2012 ÖVP-Pirker: Kritische Infrastrukturen in EU systematisch und gemeinsam schützen

"Es ist heutzutage viel wahrscheinlicher, dass Terroristen ein Kernkraftwerk mit einem Computervirus angreifen als mit physischer Gewalt", erklärt Hubert Pirker, Sicherheitssprecher der ÖVP im EU- Parlament heute in Brüssel. "Internetkriminalität, Hacker-Attacken, Cyber-Spionage und Cyber War sind nicht erst seit den jüngsten Angriffen auf österreichische Krankenkassensysteme und die Internetseiten des Innen- und des Justizministerium eine Realität in Österreich", so der EU-Abgeordnete ...
Rückfragen: Dr. Hubert Pirker, MEP

EU-aus: Kaum zu glauben, dass bei einer solchen Erkenntnis weiter 40 Atomkraftwerke in der EU gebaut werden sollen. Der sichere Weg ist der rasche Ausstieg aus der Atomkraft. 



1.3.2012 Gutachten zur UVP Temelin: Freibrief für die Atomlobby, Einwände werden ignoriert.

Die Bürger werden von der österreichischen Politik im Stich gelassen - EU-widrige UVP wird toleriert.
Gestern wurde vom tschechischen Umweltministerium das Gutachten zum UVP-Verfahren "Erweiterung des AKW Temelin" veröffentlicht. Es beinhaltet einen Freibrief für die Errichtung neuer AKW-Blöcke am Gelände des AKW Temelin. Obwohl nicht einmal der Reaktortyp konkret angeführt wurde und alle vier zur Auswahl stehenden Anlagen ungeprüfte Prototypen darstellen, werden im Vorschlag der abschließenden Stellungnahme die möglichen Umweltfolgen negiert und die Errichtung der Reaktoren uneingeschränkt befürwortet. So kommt der Gutachter schließlich zu der vom Betreiber erwünschten Feststellung: "Ich empfehle die Realisierung des Vorhabens "Erweiterung des AKW Temelin". "Die Analyse des Gutachtens lässt nur einen Schluss zu - es handelt sich um eine zugunsten des Temelin-Betreibers inszenierte Farce ohne fachliche Grundlage", erklärt Radko Pavlovec, unabhängiger Energieexperte. "Statt auf objektiven, wissenschaftlich fundierten Tatsachen aufzubauen, werden hier die Umweltauswirkungen von unbestimmten Reaktoren unbekannter Leistung "bewertet". Alles nach dem Prinzip Hoffnung - wenn kein schwerer Unfall passiert, werden die Folgen schon nicht so schlimm sein", so Pavlovec abschließend.

Beilage: PAVLOVEC ENERGY CONSULTING - Bewertung des Gutachtens zum UVP-Verfahren "Erweiterung des AKW Temelin" auf www.temelin.com erhältlich. Rückfragehinweis: Radko Pavlovec,
Tel. +43 664 4217491, pavlovec@antiatom.eu  



7.1.2012 "profil": Mehr Atomstrom für Österreichs Pumpspeicher-Kraftwerke

Zum Pumpen wird halbe Jahresleistung eines Reaktorblocks des AKW Mochovce importiert.
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf neue Berechnungen des Umweltdachverbands berichtet, wird für den Betrieb von Österreichs Pumpspeicherkraftwerken in wachsendem Ausmaß billiger Atomstrom importiert. Pro Jahr werden demnach bereits 1600 Gigawattstunden Atomstrom für die Pumpspeicherung in Österreichs Kraftwerken wie Kaprun oder Limberg eingesetzt, was 55 Prozent der jährlichen Stromproduktion eines Reaktorblocks im slowakischen AKW Mochovce entspricht. "Man darf nicht wie der Verbund-Konzern mit grünen Batterien werben, wenn dort so viel Atomstrom zum Einsatz kommt", kritisiert der Geschäftsführer des Umwelt-Dachverbands, Michael Proschek-Hauptmann. Der größte Zusammenschluss von Umwelt-NGOs fordert nun eine strenge Kennzeichnungspflicht für Pumpstrom, vor allem für den geplanten Bau von acht neuen Anlagen. Diese Forderung soll beim nächsten "Atomgipfel" unter Leitung von Bundeskanzler Werner Faymann am 16. Jänner offiziell erhoben werden. Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion



9.12.2011 Greenpeace: Öttinger rollt Atom-Lobby den roten Teppich aus

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisiert die kürzlich bekannt gewordenen Pläne von EU-Energiekommissar Öttinger, die den Neubau von bis zu 40 Atomkraftwerken vorsehen, auf das Schärfste. Greenpeace-Atomsprecher Niklas Schinerl kommentiert die jüngst in der "Süddeutschen Zeitung" veröffentlichten Atomenergie-Ausbaupläne folgendermaßen: "Pro-Atom-Papst Öttinger zieht mit seinem jüngsten Vorschlag die europäische Atomkraft auszubauen alle Register der Dreistigkeit. Die 'Energy Roadmap 2050' liest sich wie ein Sammelwerk beliebter Propagandalügen der Atomindustrie und entzieht sich jeglicher Argumentationsgrundlage. Öttinger scheint keinen Hehl daraus machen zu wollen, wie sehr er mit der Atom-Lobby unter einem Dach steckt. Das ist ein Affront im Hinblick auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima vor fast genau neun Monaten, die deutlich gezeigt hat, welche Gefahren mit Atomkraft verbunden sind. Der Bau von 40 Atomkraftwerken auf einem dichtbesiedelten Kontinent wie Europa und die angedachte Subventionierung ist verantwortungslos. Minister Mitterlehner ist dringend aufgefordert zu intervenieren und alles daran zu setzen, dass dieses Planungspapier so schnell wie möglich fachgerecht entsorgt wird und seine letzte Reise in ein Endlager antritt. Für Österreich zeigt dieses Beispiel von unglaublicher Dreistigkeit der Atom-Lobby erneut, wie dringend notwendig die Umsetzung eines Verbots von Atomstromimporten ist. Denn nur so können wir der Atomindustrie, die wirtschaftliche Basis für einen weiteren Ausbau von Atomkraft entziehen.

Rückfragehinweis:
Niklas Schinerl, Atomsprecher Greenpeace, Tel.: 0664 61 26 704
Melanie Aldrian, Pressesprecherin Greenpeace, Tel.: 0664 61 26 725



28.11.2011 GLOBAL 2000 deckt auf: EU-Kommission finanziert Forschungen zur Lebensdauerverlängerung bestehender Atomreaktoren

EU-Regionalkommissar Johannes Hahn genehmigt nukleares Forschungsprojekt um 2,45 Milliarden Euro für die Tschechische Republik.
   Das Projekt SUSEN (SUStainable ENergy) soll die Lebensdauerverlängerung bestehender Reaktoren von Atomkraftwerken um 20 - 40 Jahre und den Übergang auf Reaktoren der Generation IV nach 2030 ermöglichen. Generation IV ist der Versuch, alte, nicht funktionierende Reaktorkonzepte als neu zu verkaufen. Doch dessen nicht genug: der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn entschied sich für ein Projekt, dass vollkommen konträr zu den aktuellen Entwicklungen der EU und weltweit steht.
   GLOBAL 2000-Atomexpertin Patricia Lorenz ist empört: "Was sich zunächst wie eine Fehlmeldung oder Botschaft aus der Vergangenheit anhört, ist die Investition der EU in die Zukunft! Die aktuelle Kraftwerksflotte wird auf EU-Kosten "beforscht", um neue Papierberge zu produzieren, die eine Verlängerung von Dukovany und Temelin "wissenschaftlich" bzw. vielmehr politisch rechtfertigen. Klar ist eines: Ein altes Atomkraftwerk wird nicht sicherer. Jedes Jahr Betrieb ist wieder ein Jahr mehr Risiko, die Materialalterung ist nicht in den Griff zu bekommen." Das Projekt plant nicht nur die Lebensdauer der jetzt modernen Reaktoren der Generation III zu verlängern, sondern auch der Generation II, also aller seit den 70er Jahren in Betrieb genommenen Reaktoren. "Die sogenannte Generation IV- Reaktoren sind Papiertiger, nämlich der Versuch, alte Reaktorkonzepte als neu wieder auf den Markt zu bringen oder zumindest die Forschungsgelder nicht versiegen zu lassen. Vollkommen unhaltbar ist die Annahme des Projekts SUSEN, die beforschten Reaktoren der Generation IV würden ab 2030 zum Einsatz kommen", betont Lorenz: "Das Geld für das Projekt kommt obendrein nicht aus EURATOM, sondern aus dem EU-Regionalförderungsfonds."
   Fast ebenso unglaublich: Es gibt keine internationalen Projektpartner, denn dieses Projekt soll vom tschechischen Nuklearforschungsinstitut Rez mit geringer Beteiligung der Universität Westböhmen (CR) in Pilsen durchgeführt werden: "Wir appellieren an den für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn, die Zukunft der EU zu finanzieren, und nicht die tschechische Nuklearindustrie mit europäischen Steuergeldern künstlich zu beatmen", betont Lorenz abschließend.

Rückfragehinweis: GLOBAL 2000 Nunu Kaller/Simonne Baur Tel.: +43 699 1 42000 20/



7.11.2011 EU -Kommissar entlarvt sich als Handlanger der Atomlobby

Die Aussage von EU-Energiekommissar Günther Oettinger, Atomkraft solle weiter eine wichtige Rolle spielen, entlarvt ihn nicht nur als Handlanger der Atomlobby, sondern seine Aussage, Atomenergie würde zum Schutz des Weltklimas beitragen, beweist zudem, dass dieser Herr nichts verstanden hat. Das Anti Atom Komitee fordert Kommissar Oettinger auf, endlich angemessene Versicherungen für AKWs durchzusetzen anstatt zu behaupten, Atomenergie würde zu "niedrigen Systemkosten und Strompreisen" beitragen. ...
Rückfragehinweis: Dipl. Ing. Manfred Doppler, Tel.: +43 664 45 05 015



10.10.2011 Rechtsexperten: "Atomstrom-Importverbot ist machbar"

Greenpeace und GLOBAL 2000 fordern Beschluss der Bundesregierung für atomstromfreies Österreich.
Ein österreichisches Atomstrom-Importverbot ist nach europäischem und internationalem Recht möglich und machbar. Das ergeben zwei unabhängige Rechtsexpertisen, die von Greenpeace und GLOBAL 2000 in Auftrag gegeben wurden. Sowohl europarechtlich als auch nach WTO-Recht darf aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes der freie Warenverkehr beschränkt werden. "Es bietet sich nun die einzigartige Chance, Österreich atomstromfrei zu machen und so der Atomlobby den Geldhahn zuzudrehen. Wir fordern den Beschluss eines Atomstrom-Importverbots durch die Bundesregierung beim nächsten Atomgipfel. Das wäre ein echter Durchbruch im internationalen Kampf gegen die Atomkraft", so die Geschäftsführer von Greenpeace und GLOBAL 2000, Alexander Egit und Klaus Kastenhofer. Die Rechtsexpertisen der deutschen Umweltrechts-Juristin Dr. Michéle John und des österreichischen Energierechts-Spezialisten Dr. Reinhard Schanda zeigen, dass ein Atomstrom-Importverbot nicht gegen europäisches Recht verstößt. "Die Entscheidung über ein Importverbot fällt in die Entscheidungskompetenz der Mitgliedsstaaten. Zwar stellt ein solches Verbot einen Eingriff in den freien Warenverkehr dar, dieser wäre jedoch aus Gesundheits- und Umweltschutzgründen gerechtfertigt", sind sich die Rechtsexperten Dr. Reinhard Schanda und Dr. Michéle John einig. Ein Importverbot würde zwangsläufig zu einer geringeren Nachfrage nach Atomstrom führen, wodurch weniger Atomkraftwerke benötigt werden. "Wenn sich Länder wie Tschechien oder die Slowakei, mit dem Hinweis auf die freie Wahl der Energieträger, für Atomkraft entscheiden, dann muss Österreich auch die freie Wahl haben, keinen Atomstrom mehr zuzulassen", führt Alexander Egit aus. "Die Kraftwerke sind aufgrund der horrenden Baukosten ohnehin sehr schwer finanzierbar. Je kleiner der Markt für Atomstrom wird, desto uninteressanter wird es für Investoren, Atomkraftwerke zu bauen und zu finanzieren", ergänzt Kastenhofer. Berechnungen von Greenpeace und GLOBAL 2000 im September 2011 zeigen, dass rund die Hälfte der österreichischen Energieversorgungsunternehmen weiterhin an Atomstromimporten festhalten. Die Gesamtmenge dieser Atomstromimporte nach Österreich entspricht der Produktion von zwei Atomreaktoren. Und das obwohl eine Market-Umfrage im Juni ergab, dass 80 Prozent der ÖsterreicherInnen gegen den Import von Atomstrom sind. Ganze 74 Prozent sprachen sich sogar dezidiert für ein Atomstrom-Importverbot aus. "Wir haben das Recht, die Bevölkerung und die ökologische Vernunft auf unserer Seite. Wir erwarten jetzt von der Regierung einen raschen Beschluss", so GLOBAL 2000 und Greenpeace abschließend.
Weitere Informationen: www.greenpeace.at/atomstromimportverbot Rückfragehinweis:
Melanie Beran Pressesprecherin Greenpeace Tel: 0664-612 67 18
Nunu Kaller Pressesprecherin GLOBAL 2000 Tel: 0699-14 20 00 20

EU-aus: Besser wäre es, das österreichische Parlament (= Legislative) würde das Atomstrom-Importverbot für Österreich als Gesetz beschließen. Jedenfalls unterstützen wir dieses Vorhaben.



30.3.2011 Solidarwerkstatt: Unfassbar: EU erhöht Radioaktivitäts-Grenzwerte für Lebensmittel aus der Umgebung Fukushimas!

Nach dem GAU von Tschernobyl wurden EU-Verordnungen erlassen, die für Notfälle wie einen atomaren GAU eine erhöhte radioaktive Belastung von Lebensmitteln erlauben, um eine Nahrungsmittelknappheit zu vermeiden. Nach einer Meldung des Umweltinstituts München wurde diese Möglichkeit einer Notfallsverordnung nun in einer am 25. März erlassenen Schnellverordnung der EU-Kommission dazu missbraucht, um Importe von japanischen Nahrungsmitteln auch aus den Präfekturen rund um Fukushima zu ermöglichen, was ein Überschreiten der üblichen Radioaktivitäts-Grenzwerte um bis das Zehnfache ermöglicht.
Qu. Solidarwerkstatt zur EU-Verordnung über radioaktive Lebensmittel



16.7.2008 EU-Kommission bewertet Mochovce 3 & 4 kritisch, gibt aber grünes Licht?!

Empfehlungen der EU-Kommission sind nicht umsetzbar, Konsequenz muss das Aus für Mochovce sein.
Heute gab die EU-Kommission ihre "halbstarke" Stellungnahme zum geplanten Ausbau des "Uralt-AKW" Mochovce 3 & 4 ab und bestätigte inhaltlich zu großen Teilen den sicherheitstechnisch katastrophalen Zustand des Albtraum-AKWs und bemängelte konkret das fehlende Containment (Schutzhülle), welches bei einem größeren Unfall oder Flugzeugabsturz verheerende Auswirkungen auf ganz Europa haben könnte. Das dennoch grüne Licht seitens der Kommission ist daher skandalös und völlig unverständlich, insbesondere da klar aus der Stellungnahme hervorgeht, dass Mochovce 3 & 4 ein massives Sicherheitsproblem darstellt.
   In der Stellungnahme der EU-Kommission heißt es: "Die Kommission hat eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen empfohlen. Der Grund hierfür ist, dass die Reaktoren keine Volldruck-Containment-Struktur besitzen, wie sie bei der neuesten Auslegung von Kernkraftwerken, die in Europa geplant oder im Bau sind, verwendet wird.Die Kommission gelangte zu dem Schluss, dass die betreffende Investition mit den Zielen des Euratom-Vertrags in Einklang steht, sofern die Empfehlungen der Kommission umgesetzt werden."
   "Positiv ist, dass die EU-Kommission eine noch nie da gewesene Reihe an Empfehlungen ausgesprochen hat. Der Hauptkritikpunkt, das fehlende Containment, kann nicht nachgerüstet werden. Daher muss das Projekt sofort ad acta gelegt werden. Dass die Stellungnahme der Kommission dennoch positiv ausfällt ist ein schlechter Witz und wohl auf mangelndes Durchhaltevermögen und Kapitulation vor dem sicher massiven Druck der Atomlobby zurückzuführen.", meint Elvira Pöschko, Obfrau des Vereins Antiatom Szene. Die Mochovce-Reaktoren sowjetischer Bauart weisen ein Sicherheitsniveau der 1970-er Jahre auf, sind völlig veraltet und können nie auf den heutigen Stand der Technik gebracht werden. Die slowakische Atomenergieaufsichtsbehörde bestätigte bereits vor längerem, dass wesentliche Sicherheitsnachrüstungen aufgrund der bereits fortgeschrittenen Bauarbeiten nicht durchführbar sind und das bedeutet im Klartext, dass die Empfehlungen der EU-Kommission nicht umsetzbar sind. Dies wiederum kann nur das Aus für Mochovce 3 & 4 zur Folge haben. "Die schwerwiegende Kritik der EU-Kommission ist ein klarer Auftrag an die Bundesregierung, die nun gefordert ist, sowohl in der Slowakei, als auch beim italienischen Mehrheitseigentümer ENEL, den Ausstieg aus dem gefährlichen Projekt schnellstens einzufordern. Sollte die Bundesregierung nun noch immer keine entsprechenden Schritte setzen, macht sie sich der Gefährdung durch Mochovce 3 & 4 mitschuldig und demonstriert den besorgten BürgerInnen damit, dass sie deren Sicherheit nicht interessiert.", schließt Pöschko. Bereits im April erzielten wir einen großen Erfolg durch den Ausstieg der Ersten Bank aus der Mochovce-Finanzierung, welcher den Betreibern (SE und Enel) wohl klar vor Augen führte, dass sie selbst bei Finanziers kein Vertrauen in dieses Projekt erwecken können. Die noch nie da gewesenen Empfehlungen der EU-Kommission zeigen das sicherheitstechnische Fiasko nochmals klar auf.
Rückfragehinweis: Verein Antiatom Szene
Elvira Pöschko Tel.: 0650 6660065
mailto:office@antiatomszene.info    http://www.antiatomszene.info