EU-Austrittspartei: Für den EU-Austritt Österreichs, im Wahlbündnis EU-Stop
Startseite EU-Austrittspartei  -->  EU NEIN Danke  -->  Arbeitsplatzverlust
  ^ Pfad
              
Arbeitsplatzverlust

weniger Arbeitsplätze und Lohnverluste durch die EU

* Die freie Arbeitsplatzwahl innerhalb der EU ist ein Kernelement der EU-Dienstleistungsfreiheit. Jeder Arbeitnehmer kann innerhalb der EU von einem Land ins andere ziehen und dort arbeiten.
Z.B. kann ein polnischer Handwerker oder ein rumänischer Bauarbeiter in Österreich arbeiten.
* Seit 1. Mai 2011 sind nun auch die Übergangsfristen für den geschützten österreichischen Arbeitsmarkt zu Ende. Alle arbeitssuchenden Menschen in der EU können jederzeit nach Österreich kommen und zu arbeiten beginnen.
* Die EU hat derzeit 25 Millionen Arbeitslose (Stand Februar 2012). Am höchsten ist die Arbeitlosigkeit in jenen Ländern, die die meisten EU-Subventionen bekommen zB Spanien mit 23,3%, Griechenland 19,9%, Portugal 14,8%, Irland 14,8%, Slowakei 13,3%, Bulgarien 11,5%. Der EU-Durchschnitt bei den Arbeitslosen liegt bei 10,1%. Quelle: EUROSTAT 4. März 2012 . 
* Österreich ist bei den Löhnen großer Euro-Verlierer. Das real verfügbare Einkommen in Österreich ist im Zeitraum von 2000 bis 2010 (seit der EURO-Einführung je nach Einkommensschicht) um 10% bis 35% gesunken. Dies ist das Ergebnis einer Studie der schweizer UBS-Bank. In Österreich, Deutschland unf Irland haben alle Einkommensgruppen verloren.  Qu Die Presse 23.8.2012

VORTEILE:

* Die Konzerne können leichter Mitarbeiter aus dem Ausland beschäftigen und damit Kosten sparen.
* Für die Arbeitssuchenden ist es leichter, von einem Land in ein anderer EU-Mitgliedsland zu wechseln.
* Nach den Thesen der freien Marktwirtschaft sollte eigentlich durch offene Grenzen und offene Märkte der Wohlstand in allen beteiligten Ländern steigen. Das stimmt allerdings nur dann, wenn man die negativen externen Effekte unberücksichtigt läßt.
 

NACHTEILE:

* Österreichische Arbeitnehmer werden teilweise durch billige Arbeitskräfte aus Osteuropa und Südeuropa ersetzt.
* Insgesamt wird das Lohnniveau in Österreich gesenkt und zwar hauptsächlich im Dienstleistung-, Handwerks- und Baubereich.
* Hoffentlich kommen die derzeit 25 Millionen EU-Arbeitslosen nicht alle nach Österreich. Aufgrund der offenen Staatsgrenzen wäre das jederzeit möglich.

 

Ziele & Programm der EU-Austrittspartei:


* Mit einem EU-Austritt Österreichs kann der Arbeitsmarkt in Österreich geschützt werden. Damit würden die Österreicher und Österreicherinnen wieder leichter einen Arbeitsplatz in Österreich finden und würden wieder mehr verdienen, da das Lohndumping wegfallen würde.
 

Mehr Infos

25.9.2013: 250.000 Arbeitslose jenseits der Statistik
Rechnet man sie in die Statistik mit ein, wäre Österreichs Arbeitslosenquote im ersten Quartal 2013 nicht bei 5,1, sondern bei 10,3 Prozent gelegen.
=> Der Standard vom 25.9.2013

1.3.2013: Arbeitslosigkeit in der EU auf neuem Höchstwert
In Österreich waren seit 1945 nicht mehr so viele Menschen arbeitslos. ... Auch in Österreich, das weiterhin die geringste Arbeitslosigkeit in der Union aufweist, hat die Zahl an Beschäftigungslosen mit 4,9 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht. Im Jänner waren hierzulande 410.662 Personen ohne Job - und damit so viele wie seit 1945 nicht mehr. ...
=> Wiener Zeitung vom 1.3.2013
EU-aus: Statt ein Jobwunder erreicht zu haben, wundert sich die EU über die hohe Arbeitslosigkeit in der EU. Es ist nicht zu übersehen, dass irgendetwas am vorgegaukeltem "EU-Paradies" nicht stimmt.
Lösung: Der EU-Austritt Österreichs => Mehr Jobs in Österreichs durch Produktion im Inland. 

19.12.2012 Löhne immer weniger wert.   
Der Rechnungshof hat am Mittwoch seinen alle zwei Jahre fälligen Einkommensbericht veröffentlicht. Die darin enthaltenen Zahlen sind ernüchternd: Seit 1998 haben die Einkommen der Arbeiter in Österreich teils massiv an Wert verloren, auch die der Angestellten stagnieren. Besonders stark unter Druck sind die Bezüge der unteren Einkommensschichten. Kaufkraftgewinne gab es dagegen für die meisten Beamten. Und die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen hat sich in den vergangenen 14 Jahren nicht verringert.
=> http://kurier.at/wirtschaft/finanzen/loehne-immer-weniger-wert/1.970.489
 





=> Kommentare & Postings eintragen
 

24.2.2014 ÖGB-Achitz: Im ÖBB-Speisewagen wird österreichisch kassiert, aber ungarisch entlohnt

"Wer in Österreich arbeitet, muss auch nach österreichischen Kollektivverträgen bezahlt werden, auch wenn der Arbeitsplatz ein Zug ist und hin und wieder aus Österreich hinausrollt", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, aus Anlass der in der aktuellen Ausgabe von "profil" beschriebenen Zustände in den Speisewägen der ÖBB. Die Do&Co-Tochter "Henry am Zug" beschäftige dort Ungarinnen und Ungarn zu einem Drittel des in Österreich vorgeschriebenen Lohns.
    Die Begründung, dass die Züge ja auch bis Budapest fahren würden, lässt Achitz nicht gelten: "Den Großteil der Strecke fahren die Züge in Österreich, also müssen auch österreichische Arbeitsbedingungen gelten. Sonst wäre die EU-Entsenderichtlinie für die gesamte Transportbranche sinnlos, und das kann nicht im Sinne des Erfinders sein, der ja die Beschäftigten vor Lohndumping schützen will." Erstaunlich sei außerdem, dass "Henry am Zug" zwar die Löhne, nicht aber die Preise an ungarische Verhältnisse anpasse. "Die Fahrgäste müssen österreichische Preise zahlen, aber die Beschäftigten werden mit Dumpinglöhnen abgespeist. Der ÖGB fordert, dass Aufträge von staatsnahen Unternehmen künftig nur mehr an Unternehmen vergeben werden, die soziale Mindestkriterien erfüllen. Die Devise lautet: Bestbieter- statt Billigstbieterprinzip."
Rückfragehinweis: ÖGB-Kommunikation Florian Kräftner

Antwort EUAUS: Das ganze nennt sich EU-Sozialdumping. Das sollte die Gewerkschaft schön langsam überreißen...



Studie der Schweizer UBS-Bank über die Lohnverluste in Österreich

Gehören Sie gerne zu den Verlierern? Wie die Kronen-Zeitung berichtet, hat die Schweizer Bank UBS Österreich als einen der Verliererstaaten (35%) beim Euro festgestellt. Trotzdem werden wir dank unserer überforderten Politiker gezwungen, weiterhin zB. in das Fass ohne Boden Griechenland einzuzahlen, obwohl dieses Land sich nicht retten lassen will, was eigentlich schon jeder einigermaßen Vernunftbegabte sehen kann. Und sicher lassen Sie sich auch gerne belügen,besch...! Denn auch das hat man in der EU ja schon öfter gehört, die aktuellen Sager: Juncker, Schäuble...
Es geht  weiter: Sehen Sie gerne Krimis? Da soll es eine neue "SOKO Glühbirne" geben, damit wir schön brav die giftigen und teureren  Energiesparlampen kaufen müssen. Wo bleibt da die freie Marktwirtschaft, die doch eines der hehren Ziele der EU ist?
   Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als diesen EU-Verein zu verlassen, ehe wir ganz abgewirtschaftet haben. Bitte liebe Leser denken Sie bei den nächsten Wahlen daran.

O. K.             22. August 2012



Globalisierung: Produktion von OÖ in die Slowakei verlagert

Durch den Globalisierungswahn verlieren über 50 Arbeitskollegen und ich selbst jetzt meinen Job. Inder kauften unsere Firma, eigneten sich das gesamte Know How an und jetzt wird die Produktion in die Slowakei verlagert, weil dort die Löhne und Gehälter niedriger sind. Dass die Leute dort gar nicht in der Lage sind, am dortigen Standort mit der selben Qualität wie in Österreich zu produzieren interessiert ja niemanden. Und unsere liebe Regierung schaut zu - besser gesagt schaut überhaupt nicht hin - wenn wieder mal über 50 Leute arbeitslos werden.
Vroni L.          19. Februar 2012





12.12.2012 AK Tumpel: "Entschiedener Kurswechsel in Europa ist unerlässlich"

"Europa braucht einen entschiedenen Kurswechsel, um das Ausmaß der Krise und die sozialen Folgen nicht noch weiter zu verschlimmern", warnt AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich des Europäischen Rates Ende der Woche, auf dem ein Zeitplan zur weiteren Vertiefung der Eurozone im Mittelpunkt stehen soll. Es liege auch in der Verantwortung der österreichischen Bundesregierung entsprechende Vorschläge einzubringen. Der AK-Präsident lehnt jene Vorstöße Van Rompuys entschieden ab, die darauf abzielen, die Mitgliedstaaten zur Umsetzung sogenannter Strukturreformen zu verpflichten, die durch Eingriffe in Pensionen und Kollektivverträge den Sozialstaat weiter demontieren würden. ...
Rückfragehinweis: AK Wien Kommunikation



3.9.2012 "Europa ist nicht fit für die weltweite Konkurrenz"

"Kleine Zeitung" Kommentar: von Ernst Sittinger
Utl.: Ausgabe vom 04.09.2012
Hätte es noch eines Beweises für die düsteren Wirtschaftsaussichten der nächsten Zeit bedurft, dann wurde er erbracht: Die Arbeitslosigkeit ist im August wieder deutlich gestiegen, und extrem stark sind die Leiharbeiter betroffen. Sie sind Frühindikator für die Konjunktur, weil sie als Erste gehen müssen, wenn die Auftragsbücher leer bleiben. Unser Land muss sich also auf sozial schwierige Zeiten einstellen. Im Verein mit der ungelösten Euro-Krise ist die hohe Arbeitslosigkeit ein politisch hochexplosiver Zündstoff. Denn bisher ist es mit äußerster Not gelungen, das ungeliebte Projekt "Euro" mit dem Hinweis zu verteidigen, dass Österreich als Exportnation stark von der Währungsunion profitiert. Die Hilfszahlungen an schwache Euro-Länder wurden gewissermaßen mit unseren Exporterfolgen und den dadurch gesicherten Arbeitsplätzen gegengerechnet. Wenn jetzt der Job-Markt fühlbar nachgibt, bricht diese Argumentationskette zusammen. Übrig bleibt dann nur das Argument, dass die Probleme ohne Währungsunion noch größer wären. Immerhin ist Österreich noch immer das Euro-Land mit der im Vergleich geringsten Arbeitslosigkeit. Ein schwacher Trost! Tatsächlich hat Europa in den letzten zwei Jahrzehnten kein Konzept gegen die schleichende Deindustrialisierung gefunden. ...
Rückfragehinweis: Kleine Zeitung, Redaktionssekretariat,



23.5.2012 ÖGfE-Schmidt: EU-Chefs müssen Europas Jugend Perspektive geben

"Nicht nur beim heutigen informellen EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs, sondern bei allen zukünftigen europäischen Richtungsentscheidungen sollten beschäftigungspolitische Maßnahmen oberste Priorität einnehmen", betont Paul Schmidt, Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik. "Gerade die Jugend, die in einigen Teilen Europas von extrem hoher Arbeitslosigkeit betroffen ist, braucht wieder Perspektiven. Sonst riskieren wir womöglich den Verlust einer ganzen Generation".
Rund 10,9 Prozent beträgt derzeit die Arbeitslosenquote in der EU. 22 Prozent der Jugend Europas ist ohne Job, in Spanien bereits jeder zweite unter 25-Jährige.
   Laut einer aktuellen Studie der Internationalen Arbeitsorganisation wird die Jugendarbeitslosigkeit in Europa in den kommenden Jahren auf einem ähnlich hohen Niveau bleiben. ...
Rückfragehinweis: Mag. Paul Schmidt Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) Rotenhausgasse 6/8-9 A-1090 Wien Tel.: (+43-1)533 49 99

Anmerkung EU-aus: Das zeigt einmal mehr, dass Globalisierung nicht nur die Umwelt zerstört, sondern auch Arbeitsplätze in der EU vernichtet. Ja, leider riskiert die EU "den Verlust einer ganzen Generation". Wenn dann der EURO als Währung auch nicht zerbricht oder stark an Wert verliert, dann sind sogar alle Generation betroffen.



23.5.2012 AK Tumpel zum EU-Rat: "Über den Ernst der Lage keine Worte mehr verlieren, es braucht ein neues Wachstums- und Verteilungsmodell"

"Europa braucht ein neues Wachstums- und Verteilungsmodell", fordert AK-Präsident Herbert Tumpel in einem Schreiben an Bundeskanzler Werner Faymann im Vorfeld des heutigen informellen EU-Gipfeltreffens: "Wir brauchen über den Ernst der Lage keine Worte mehr verlieren. Die Eurozone befindet sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre in einer Rezession, die Arbeitslosigkeit erreicht Monat für Monat neue Rekordwerte, geradezu skandalös ist das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit. Die EU-Krisenpolitik führt Europa in die Sackgasse", sagt Tumpel und fordert einen längst überfälligen Wachstumsfokus in der EU-Politik durch eine intelligente Fiskalpolitik und mehr Verteilungsgerechtigkeit. Europa braucht dringend eine gemeinsame expansive Anstrengung zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit und der wachsenden Armutsgefährdung. ...
Rückfragehinweis: AK Wien Kommunikation Martina Madner Tel.: +43-1 501 65-2151
OTS0150 2012-05-23/12:23



14.3.2012 Arbeitszeitrichtlinie - Weidenholzer warnt vor Panikmache bei Freiwilligenarbeit

Die Diskussion um die neue EU-Arbeitszeitrichtlinie, die eine Beschränkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 48 Stunden vorsieht, entwickelt sich laut SPÖ-Europaabgeordnetem Josef Weidenholzer zu einem Instrument für EU-Gegner. "Trotz wiederholter Falschmeldungen bleibt es dabei: Die Freiwilligenarbeit bei Feuerwehr und Rettung war und ist von der EU-Arbeitszeitrichtlinie nicht betroffen. Daher sind auch alle Bestrebungen, für den Erhalt der Freiwilligenarbeit einzutreten, eine Scheindebatte und führen die Bürgerinnen und Bürger an der Nase herum", stellt der oberösterreichische EU-Abgeordnete Weidenholzer am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar.
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331,

EU-aus: Jetzt will die EU auch noch die Arbeitszeiten in Österreich regelen. Offensichtlich sind die noch regierenden Parteien SPÖ-ÖVP dazu nicht in der Lage. Immerhin darf laut EU die Feuerwehr weiterhin auch Brände nach Dienstschluß löschen !!!



24.2.2012 LHStv. Scheuch: Freiwilligen-Organisationen von EU-Arbeitszeitrichtlinie ausnehmen

Praxisferne EU-Bürokraten schauen nicht über eigenen Tellerrand und schränken persönliche Freizeitgestaltung ein.
Harsche Kritik am Vorhaben der EU-Kommission, durch eine Änderung der Arbeitszeitrichtlinie auch Einsätze für Freiwilligen-Organisationen zu limitieren, gibt es heute, Freitag, von Kärntens Feuerwehrreferent LHStv. Uwe Scheuch. "Dass sich die Bevölkerung über die grundsätzliche Sinnhaftigkeit der EU Gedanken macht, ist bei so abstrusen Ideen kein Wunder. Da sieht man wieder einmal, wie praxisfern die Bürokraten in Brüssel sind. Wir werden uns natürlich mit aller Vehemenz grenzüberschreitend dafür einsetzen, dass Tätigkeiten in Freiwilligen-Organisationen von der Arbeitszeitrichtlinie ausgenommen bleiben", kündigte Scheuch an. Er frage sich außerdem, wie eine derartige Entscheidung zustande kommen könne, so der Feuerwehrreferent. ... "Freiwilligkeit gehört gefördert, nicht gebremst. Ohne den selbstlosen Einsatz tausender freiwilliger Helfer gäbe es keine Feuerwehr, keine Rettung, keine Bergrettung, keine Wasserrettung und viele andere Organisationen auch nicht. Dem Reglementierungswahn der EU muss hier ein Riegel vorgeschoben werden", so Scheuch. ...
Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung, Landespressedienst Tel.: 05- 0536-10201



ÖGB: EU-Weichen falsch gestellt, Zug fährt in die falsche Richtung

ÖGB-Präsident Foglar bei Demonstration in Breslau. 
Am Vortag der heutigen Demonstration des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in Breslau, Polen, trafen gestern die Spitzen des EGB zusammen, um ihre Position zu den aktuellen Entwicklungen auf den europäischen Finanzmärkten und zu einer europäischen Wirtschaftsregierung klar zu machen. "Die EU steht vor der grundsätzlichen Richtungsentscheidung, welche politische Architektur sie sich geben will", sagte ÖGB-Präsident Erich Foglar in Breslau. "Aus Sicht der ArbeitnehmerInnen in Europa sind die Vorzeichen schlecht."
  
Unregulierte Finanzmärkte haben eine Kettenreaktion von Krisen ausgelöst, die Europa schließlich in die Schuldenkrise geführt haben. Die Europäische Politik lässt sich in dieser Situation nicht davon leiten, was gut für die Menschen und die Volkswirtschaften ist, sondern hechelt den Entwicklungen auf den Finanzmärkten hoffnungslos hinterher - und lässt sich in ihren Entscheidungen von Empfehlungen von Rating-Agenturen leiten. Das ist und bleibt der falsche Weg; diese Kritik kam beim gestrigen Treffen der EGB-Spitzen ganz klar zum Ausdruck. Foglar: "Diese verheerende Situation ist ebenso wenig aus heiterem Himmel über uns gekommen wie die Finanzkrise. Das Scheitern des Krisenmanagements wurde von uns vorhergesagt. Vor knapp einem Jahr, Ende September 2010, demonstrierten 100.000 Menschen in Brüssel gegen die verschärften Sparpläne und Economic Governance. Dennoch hat die Europäische Kommission die falschen Richtungsentscheidungen getroffen. Die Weichen der europäischen Politik bleiben falsch gestellt, der Zug rollt in die falsche Richtung."
   Foglar kritisierte einmal mehr die verfehlte Sparpolitik, die so genannten Strukturreformen auf den Arbeitsmärkten, die zu mehr sozialer Ungleichheit führen würden und den Druck auf die Tarifautonomie durch die Vorschläge von Merkel und Sarkozy. "Ohne jede demokratische Kontrolle des Europäischen Parlaments wollen sie allen Mitgliedsstaaten damit ein zutiefst neoliberales, arbeitnehmerInnenfeindliches Wirtschaftsmodell aufzwingen."
"Wir brauchen mehr Europa", bekräftigte Foglar. "Es geht aber nicht einfach um mehr Europa, sondern es geht vor allem um die Frage welches Europa. Ein Mehr an europäischer Integration kann und darf es nur bei einer stärkeren Einbindung der Sozialpartner geben. Mehr Europa wie im Euro-Plus-Pakt vorgesehen, ein Mehr an Lohn- und Sozialkürzungen, mehr von der sinnlosen Sparpolitik und dem neoliberalen Wettbewerbsmodell lehnen wir entschieden ab. Löhne und KV-Verhandlungen sind alleinige Angelegenheit der Sozialpartner, wir akzeptieren keinen direkten oder indirekten Einfluss der Kommission. Die Europäischen Gewerkschaften lassen sich sicher nicht zu Erfüllungsgehilfen für die Erzielung von Spardiktaten und neoliberaler Wettbewerbskonzepte machen."
   Zwischen 30.000 und 50.000 DemonstrantInnen aus vielen europäischen Staaten werden heute in Breslau erwartet, sie werden die Forderungen des EGB und der Europäischen ArbeitnehmerInnen lautstark artikulieren. "Wir bleiben so lange auf Europas Straßen, bis die europäische Politik begreift, dass sie nicht länger gegen die Menschen handeln kann", sagt ÖGB-Präsident Foglar im Vorfeld der Demonstration.

Die Vorschläge des EGB bleiben richtig und zeigen einen Weg aus der Krise:
- Koordiniertes europäisches Investitions- und Wachstumsprogramm für mehr Beschäftigung
- Verbesserung der Einnahmensituation zum Beispiel durch eine europäische Finanztransaktionssteuer
- Schluss mit Steuerdumping für Unternehmen durch Mindestsätze der Körperschaftssteuer
- Regulierung der Finanzmärkte, europäische Ratingagentur

Rückfragehinweis:Nani Kauer, MA, ÖGB-Referat für Öffentlichkarbeit (Leitung) Pressesprecherin des ÖGB-Präsidenten Erich Foglar
OTS0026 2011-09-17/11:23