EU-Austrittspartei: Für den EU-Austritt Österreichs, im Wahlbündnis EU-Stop
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2. Meinungen / Zeitungen

2. Meinungen / Zeitungskommentare:

23.3.2007: Zukunftsszenarien für die EU: Zerfall oder Supermacht
Wie könnte die Zukunft der EU aussehen? Das Centrum für angewandte Politikforschung in München hat positive wie negative Szenarien durchgespielt. ...
=> Handeslblatt vom 23.3.2007

28.10.2011: Die EU zerfällt in zwei Geschwindigkeiten:
Die informelle Abkoppelung der Euro-Zone von der EU, die von den Euro-Zone-Ländern beim EU-Krisengipfel beschlossen wurde, gilt nicht nur als Mittel, um den Euro weiter zu sichern und künftige Krisen zu vermeiden. Durch Strukturmaßnahmen wie etwa das regelmäßige Abhalten von eigenen Euro-Zone-Gipfeln und der Einrichtung einer eigenen permanenten Arbeitsgruppe wird es zu einem Europa der zwei Geschwindigkeiten kommen, sind sich Experten einig. ...
=> ORF.at vom 28.10.2011

17.5.2013 „In zehn Jahren ist die EU aufgelöst“
Briten-Ausstieg wird der Anfang vom Ende, sagt der Chef der UK Independence Party. ... Für UKIP führt am Austritt aus der EU daher kein Weg vorbei: „Die EU ist ein desaströses Durcheinander. Das aufzulösen wird schmerzvoll. Aber es wäre noch schmerzvoller, so weiterzumachen.“ Ein Ausstieg der Briten wäre für die Union „die Todes-Urkunde“, glaubt Farage, „weil sich damit zeigen würde, dass die EU und ihr Wachstum nicht alternativlos sind. Das war in den vergangenen Jahrzehnten aber das größte Argument für die EU.“ Die Auflösung der Union komme „sicher innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das wird zu Gewalt führen, vielleicht zu einer Revolution“, sagt Farage und vergleicht die Entwicklung der EU mit jener der Sowjetunion: „So wie der Kommunismus Russland hätte gerechter machen sollen und es noch ungerechter gemacht hat, wird die EU Nationalismus verursachen, obwohl sie ihn verhindern sollte.“
=> KURIER vom 17.5.2013  

18.1.2014 "Der Euro muss weg, damit die EU gerettet wird":
Mit diesem dramatischen Plädoyer hat jetzt der renommierte Politologe Francois Heisbourg aufhorchen lassen. Die gemeinsame Währung sei "ein mutiges Experiment" - das gescheitert ist, mahnt der Franzose am Samstag in einem Kommentar in der deutschen Tageszeitung "Die Welt" eine ernsthafte Debatte zum Euro-Aus ein. "Eine geordnete Euro-Auflösung wäre schmerzhaft, doch weniger traumatisch als die Massenarbeitslosigkeit in vielen EU-Ländern."
=> Krone vom 18.1.2014  

19.1.2014: Könnte die EU zerfallen wie die Donaumonarchie?
Die EU könnte nach Ansicht des Historikers Manfred Rauchensteiner ein ähnliches Schicksal erleiden wie die Donaumonarchie. Die Teilung der Eurozone in eine Nord- und Südgruppe könnte den Zerfall der EU einleiten, sagte Rauchensteiner am Sonntag bei einer Podiumsdiskussion zum Ersten Weltkrieg im Wiener Burgtheater. ...
Tatsächlich sei die Monarchie nach dem Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn im Jahr 1867 "fast unregierbar geworden", weil die Staatsstrukturen in Wien und Budapest dupliziert worden seien. Ähnliches drohe der EU, wenn man sie angesichts der wirtschaftlichen Unterschiede "in eine Nord- und Südgruppe zerfallen" lässt. => Wiener Zeiitung vom 19.1.2014 

21.10.2015 Experte Philippe Legrain: EU zerfällt - und das rasend schnell
... Laut Legrain fehlen der EU „vier Zutaten“, die für eine weitere Integration notwendig seien, und zwar: korrektes und einheitliches Problemverständnis, ein Einvernehmen bezüglich weiterer Schritte, der Wunsch nach mehr Souveränität für das Zentrum sowie führende politische Persönlichkeiten, die zum Antrieb von Veränderungen werden könnten. Auch in der Frage der Finanzlastverteilung sei die EU ein hoffnungsloser Fall, so Legrain. Anstatt sich auf eine faire Aufteilung der Kosten zu verständigen, versuchten die Regierungen, eigene Verpflichtungen zu minimieren und diese auf andere abzuwälzen. ... => sputnik-news 21.10.2015 
 
25.10.2015 Politische Elite warnt immer lauter vor EU- Zerfall
Im Zuge der Griechenland-Krise wurde er von allen Seiten heraufbeschworen - der Zerfall der Europäischen Union. Nach den maroden griechischen Staatsfinanzen ist es aber nun die anhaltende Flüchtlingskrise in Europa, die Warnungen der politischen Elite vor einem drohenden Ende der Staatengemeinschaft immer lauter werden lässt. Alleine an diesem Wochenende warnten gleich zwei EU-Staatschefs, einer davon Österreichs Kanzler Werner Faymann, vor dem Aus der EU. Wer aller - außerhalb des rechtsnationalistischen Polit-Spektrums - in den letzten Wochen den EU-Untergang prophezeite, lesen Sie im krone.at-Überblick.
=> Krone vom 25.10.2015
 
26.10.2015  Der Zerfall beginnt am Balkan
Wenn es auf dem Balkan laut und hektisch wird, dann sollte auch der Rest Europas wachsam sein. Die Region wird oft als Hinterhof Europas bezeichnet. Dabei ist sie immer auch eine Bühne gewesen, auf der gesamteuropäische Tragödien ihren Anfang nahmen.
   Es war ein Attentat in Sarajevo, das den Ersten Weltkrieg auslöste. In den neunziger Jahren dann brachen auf dem Balkan Kriege aus, die man sich in Europa eigentlich nicht mehr hätte vorstellen können. Nun wird dort wieder gestritten – so sehr, dass sich der slowenische Ministerpräsident Miro Cerar vor dem Brüsseler Flüchtlingsgipfel zu einer drastischen Warnung gezwungen sah: “Wenn nicht sofort was geschieht, zerfällt Europa in wenigen Wochen.” Das sollte man ernst nehmen. Und zwar nicht nur, weil es nicht das erste Mal wäre, dass der Zerfall Europas auf dem Balkan seinen Anfang nimmt. ... => Die Zeit vom 26.10.2015

11.11.2015 EU aus allen Ecken des Kontinents unter Beschuss
Im Jahr 2012 erhielt die EU noch den Friedensnobelpreis. Aber derzeit häufen sich die Warnungen, dass sie auseinanderbrechen könnte - in den Chor stimmte sogar Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ein.
=> Wirtschaftsblatt vom 11.11.2015

11.11.2015  Der Zerfall der EU wird immer schneller
Gleich mehrere Sprengladungen haben binnen weniger Stunden das ohnedies schon marode Gebäude der EU weiter beschädigt. Die Wahrscheinlichkeit eines Zerfalls der Union ist stark gewachsen. Das wäre in Hinblick auf den Binnenmarkt und dessen große wirtschaftliche Bedeutung schlimm, in Hinblick auf viele andere Themen nicht.
=> Andreas Unterberger vom 11.11.2015

4.12.2015 Die Zentrifugalkräfte werden stärker. Die Europäische Union am Scheideweg: Geht die Reise vom „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ zu einem „Europe a la Carte“? Qu.: => Die Tagespost vom 4.12.2015

6.12.2015 Wenn von der EU nur noch ein Gerippe bleibt
Da nicht zu erwarten ist, dass sich die EU aus dem Inneren erneuert, müssen vielleicht schmerzhafte Korrekturen akzeptiert werden. => Der Standard vom 6.12.2015 

9.12.2015 EU – ein guter erster Versuch
Kommentar Paul Sailer-Wlasits
Bevor die Union über all den auf sie einstürzenden Krisen auseinanderfällt, braucht es eine Neugründung des europäischen Projekts – und zwar eine, die ohne Blockierer, Bürokraten und nationalistische Schreihälse auskommt Irgendwann muss man von toten Gäulen absteigen. Die Europäische Union in ihrer derzeitigen Struktur wird in absehbarer Zeit vermutlich ein toter Gaul sein. Sie hinkt, lahmt und hustet bereits auf Schritt und Tritt. In der noch verbleibenden Zeit sollte ihre Nachfolgestruktur entworfen und detailliert geplant werden. Der Diskussionsprozess, so utopisch und visionär dieser auch im Moment erscheinen mag, muss jetzt beginnen. Andernfalls wartet auf Europa am Ende nur noch der Schlachthof der globalisierten Wirtschaft. ...
=> Der Standard vom 9.12.2015

11.12.2015: Hedgefonds-Manager Hermann hat genug von der EU
Londons Hedgefonds-Manager stecken viel Geld in die Kampagne für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. ... "Europa hat sich mit dem Euro dermaßen verrannt, dass es früher oder später zu einem Crash kommen muss", sagt Hermann. "Die Euro-Zone kann nicht überleben, und wenn sie implodiert, bricht auch die EU zusammen." Durch den Austritt sei Großbritannien von den katastrophalen Auswirkungen wenigstens politisch isoliert.
=> Die Welt vom 11.12.2015

14.12.2015: Europa in der Krise: EU driftet auseinander
... Europas Hauptstadt plagt ein neues Symptom: die Europadepression. Mit diesem Befund umschrieb ein Polit-Gast zuletzt die miese Stimmung in der Stadt. ...
=> Berliner Zeitung vom 14.12.2015
 
16.12.2015: Über das Ende der EU
Die aktuelle Krise ist vor allem eine der Organe der EU. Eine Machtverschiebung von der Kommission zum Europäischen Rat hat längst eingesetzt ...
=> Der Standard vom 16.12.2015

20.12.2015 Dunkle Schatten über Europas Mitte
Analyse Thomas Mayer und Christoph
Warum gibt es so viele Widersprüche, Verzerrungen und Brüche zwischen dem alten und dem neuen Europa? Ein Erklärungsversuch in sieben Thesen. ...
Tökés: "In den Köpfen gibt es noch den Eisernen Vorhang, man kann von einer virtuellen Teilung Europas sprechen."
=> Der Standard vom 20.12.2015  

25.12.2015: Krise der EU 
Im Flüchtlingsdrama ist keine Einigung in Sicht, die Eurokrise schwelt weiter, Rechtspopulisten gewinnen Wahlen, Großbritannien droht auszusteigen. Ist die EU zum Scheitern verurteilt? ... Kann die EU also auseinanderbrechen? Ein Zerfall der Europäischen Union ist dennoch schon aus praktischen Gründen schwer vorstellbar.
=> GMX.at vom 25.12.2015 
 
26.12.2016 Scheitert Europa in 2016?
Staatengemeinschaft steht am Rand eines Zerfalls.
Das zu Ende gehende Jahr hat der EU schwer zugesetzt. Das kommende Jahr dürfte noch härter, noch dramatischer werden. Eine Abstimmung und eine Krise haben das Potenzial, Europa zerfallen zu lassen. ...
=> N24.de vom 26.12.2015

27.12.2015: Europa wankt in seinen Fundamenten
... Erstmals seit einem halben Jahrhundert voller mitunter ungewollter, immer aber unwiderruflicher und letztlich gedeihlicher Kooperation zeichnet sich am Horizont ein Scheitern der EU als Ganzes ab. ...  Ohne überwachte Grenzen und eine verträgliche Lenkung der Zuwanderung wird die Massenmigration zur Zeitbombe für die EU. Ohne staatliche Hilfen für die arbeitslose Generation am Mittelmeer werden antieuropäische Parteien auch dort salonfähig. Und ohne eine Perspektive, was Europa gegenüber einem starken Nationalstaat überhaupt noch an Vorteilen bietet, wird die drohende Orbánisierung des Kontinents nicht zu stoppen sein.
=> Die Welt vom 27.12.2015

28.12.2015: How the EU could collapse in 2016
Rather than protect Europeans, the EU itself has become the greatest threat to our continent ... The creators of the European Union promised to bring peace and prosperity. But through their grandiose folly, they have fuelled only debt, despair and disintegration. The EU lacks any kind of democratic legitimacy, which means that the end could come sooner than the politicians imagine. After all, the apartheid regime in South Africa collapsed with dramatic suddenness in the early 1990s, as did the Communist governments of Russia and eastern Europe in the late 1980s. 2016 could be the year that the EU falls apart, making the British referendum an irrelevance. ... Instead of defending European civilisation, the EU has been a vehicle for destruction of our heritage and identity through its obsession with open borders and cultural diversity. ...
=> The Telegraph vom 28.12.2015
 
29.12.2015 Horrorjahr für die EU: Das große Scheitern
2015 war ein rabenschwarzes Jahr für die EU. Solidarität wurde zum Fremdwort, der Regelbruch zur neuen Regel. Um die Krise zu lösen, rüttelt Kanzlerin Merkel nun auch noch an Grundprinzipien der europäischen Einigung. ...
=> n-tv.de vom 29.12.2015

30.12.2015 EU-Kommissar Oettinger warnt: "Ernsthafte Gefahr, dass die EU zerfallen kann"
... In einem Interview mit der "Bild" sagte der CDU-Politiker, er sehe "erstmals eine ernsthafte Gefahr" für ein Auseinanderbrechen der Union. ...
Oettinger sprach sich zudem für Aufnahme weiterer West-Balkan-Staaten in die EU und eine Beitrittsperspektive für die Türkei aus.
=> The Huffington Post vom 30.12.2015 
 
30.12.2015 Niederlands Exit von der EU = NEXIT
Von der euroskeptischen Konjunktur zeugt nicht zuletzt die unangefochtene Stellung der rechtspopulistischen Partij voor de Vrijheid. Seit Monaten liegt sie in allen Umfragen weit vorne. Ihr europäisches Programm umfasst fünf Buchstaben: „Nexit”.
   Frans Timmermans, einst niederländischer Außenminister und heute Vizepräsident der EU-Kommission, sagte unlängst bei einer Lesung in Amsterdam: „Zum ersten Mal in meinem bewussten Erleben der europäischen Zusammenarbeit denke ich, dass sie wirklich stranden könnte.”
=> http://www.taz.de/!5260878/

6.1.2016 Bye-bye Europe?
... Viele Beobachter erwarten, dass Cameron für das historische Referendum einen Termin im September 2016 wählen wird. Oxley tippt dagegen auf den Juni: „Die Regierung wird alles dafür tun, den Volksentscheid so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen“, sagt er. Denn jede weitere Woche des Abwartens werde noch mehr Fernsehbilder von der Flüchtlings-Völkerwanderung auf dem Kontinent bringen, und die führten den Briten das wahre Gesicht der EU vor Augen. „Die Zeit arbeitet gegen Cameron und für uns“, hofft Oxley. ...
=> FAZ vom 6.1.2016  

14.1.2016: Brexit - die Alternative zur EU-Mitgliedschaft? EU vor Zerreißprobe!
... Das sehen nicht alle so: Anfang November berichtete wallstreet:online über eine „großzügige Spende“ des Hegefondsmanagers Sir Michael Hintze an das Brexit-Lager. Der Gründer von CQS gilt seit Jahren als spendabler Unterstützer der Konservativen Partei. Der Hintergrund ist einfach erklärt: Hedgefonds haben ein großes Interesse an einem Brexit. Denn nur so können sie effektiv sich der Kontrolle aus Brüssel und den Versuchen, die Hedgefonds an die Kandare zu nehmen, entziehen.  ...
=> wallstreet-online.de vom 14.1.2016



16.1.2016: Die vierte Lunte am Fundament der EU
...  Es geht um Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Demokratie: Die Macht von Regierungen, die eine solide Mehrheit im Parlament haben, wird zwischen Wahlen beschränkt durch ein unabhängiges Verfassungsgericht und durch die öffentliche Meinung, für die unabhängige Medien unverzichtbar sind. Dies wollen die Regierungen einiger EU-Staaten ändern. ...
=> Badische Zeitung vom 16.1.2016
 
17.1.2016: Eiszeit zwischen Rom und Brüssel
Das Fass zum Überlaufen gebracht hat nun die einstweilige Weigerung Roms, sich an der Finanzhilfe von drei Milliarden Euro zu beteiligen, welche die Europäische Union der Türkei im Rahmen der Flüchtlingskrise zur Verfügung stellen will. Der italienische Beitrag beläuft sich auf rund 300 Millionen Euro.  ... Es ist offensichtlich, dass Renzi mit seinen Polemiken gegen Brüssel und Berlin zumindest teilweise innenpolitische Ziele verfolgt: Er steht unter Druck der europaskeptischen Protestbewegung von Beppe Grillo und der fremdenfeindlichen Lega Nord, die immer mehr Zulauf erhalten.
=> Der Standard vom 17.1.2016
 
29.1.2016: EU-Niedergang - Segen oder Desaster?
Flüchtlingskrise, Euro-Krise, Schuldenkrise, Legitimationskrise.
Beliebte Experten der Leitmedien fürchten sich angesichts anhaltender Krisen vor einem Bedeutungsverlust der Europäischen Union und plädieren für eine weitere Macht-Zentralisierung nach Brüssel. Doch was, wenn die EU auseinanderfällt?
Dieter Freiburghaus ist emeritierter Professor für europäische Studien an der Universität Lausanne:
«Die Gefahr sind nicht die Flüchtlinge, ist nicht die Klimaerwärmung, nicht die Globalisierung, sind nicht die Arbeitslosen – die Gefahr besteht in der Erschütterung des Vertrauens in den Rechtsstaat und in die Demokratie, in dieses subtil ausbalancierte Gleichgewicht von Handlungsmacht und Kontrolle...."
Das Gebot der Stunde besteht nicht darin – wie Freiburghaus hofft –, eine weitere politische Machtzentralisierung hin zum Brüsseler Funktionärsapparat anzustreben. Denn sämtliche EU-Krisen sind Zentralisierungskrisen.
=> Schweizerzeit vom 29.1.2016

15.2.2016: Ist die EU noch zu retten?
Brexit, Flüchtlingskrise, Schengen: Experten bezweifeln, dass die EU die aktuellen Krisen übersteht.
... «Die EU ist zersplittert»
Laut Anand Menon vom Londoner King's College hat die EU keinen praktischen Ansatz für die wachsende Zahl von Problemen. Die Strukturen, die bei ihrer Gründung als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft 1958 mit sechs Mitgliedstaaten geschaffen und beim Beitritt zahlreicher Länder mit unterschiedlichen Perspektiven verwässert wurden, seien zu schwach, erklärt Menon. Daher träfen Länder einseitige Entscheidungen oder schmiedeten kleine Staatenbündnisse. ...
=> 20min.ch vom 15.2.2016

15.02.2016: Ratspräsident Tusk: Brexit gefährdet die ganze EU
EU-Ratspräsident Donald Tusk warnt vor gravierenden Konsequenzen bei einem EU-Austritt Grossbritanniens. Votieren die Briten für den Brexit, fürchtet Tusk um den Fortbestand der ganzen EU. ...
=> handelszeitung.ch vom 15.2.2016
 
24.2.2016: Griechischer Premier Tsipras kündigt Blockade von EU-Beschlüssen an
Griechenland will in der Europäischen Union solange politische Beschlüsse blockieren, bis die vereinbarte gleichmäßigere Verteilung von Flüchtlingen auf die Mitgliedstaaten in die Tat umgesetzt wird. Dies sagte der linke Regierungschef Alexis Tsipras am Mittwoch im Parlament in Athen. ...
=> KURIER vom 24.2.2016 
 
7.3.2016: Ja zu Europa
1963 verblüffte der französische Präsident Charles de Gaulle das Vereinigte Königreich, indem er dessen Gesuch für den Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, der Vorläuferorganisation der Europäischen Union, ablehnte. Die Logik hinter de Gaulles legendärem «non» war einfach: Britannien ist nicht europäisch genug. ...
=> Finanz und Wirtschaft vom 7.3.2016

11.3.2016: Europas neue Türsteher: Bauen die Balkan-Staaten eine Anti-Merkel-Allianz?
... Deutschland habe in der Flüchtlingskrise zwar humanitär gehandelt, aber bei der Sicherheit „völlig versagt“, schimpfte Mazedoniens Präsident Gjorge Ivanov in der "Bild"-Zeitung ... "... Stattdessen müssen wir jetzt als Nicht-EU-Land Europa vor einem EU-Land, nämlich Griechenland, schützen“, sagte Ivanov... => focus-online vom 11.3.2016   
 
6.4.2016: Ukraine-Abstimmung in den Niederlanden
Ein direktdemokratischer Coup. Am Mittwoch stimmen die Niederländer über ein EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine ab. Das Referendum ist zwar nicht bindend, dürfte aber auch für die EU weitreichende Folgen haben.
=> NZZ vom 6.4.2016
 
18.4.2016: Großbritannien: Wie der Brexit plötzlich mehrheitsfähig wird
... Wie konnte es dazu kommen? Für den Fintech-Unternehmer hat die britische Politik versagt: „Sie hat bislang dem Bürger eine zentrale Frage nicht beantwortet: Welchen Nutzen ziehe ich eigentlich in Zukunft aus der EU-Mitgliedschaft?“ Dabei werden die Briten derzeit mit einer Flut von Argumenten, Statistiken und ökonomischen Analysen eingedeckt, die alle an ihre wirtschaftliche Vernunft appellieren. Aber die Europa-Gegner dringen direkter ins Herz der Bürger vor, etwa mit dem Verweis auf die drohende Schließung der Stahlhütten im walisischen Port Talbot.
=> Wirtschaftswoche vom 18.4.0216
 
21.4.2016: "Ich denke, diese EU wird auseinanderfallen"
... Cruddas: Die Briten sind zunehmend verärgert darüber, wie sich die EU entwickelt hat, ohne dass das britische Volk dazu befragt wurde. Aus unserer Sicht haben wir uns einem gemeinsamen Markt angeschlossen, aber jetzt werden Gesetze, Regulierungen, die Grenzen und andere hoheitliche Aufgaben von der EU kontrolliert. Jetzt können wir erstmals darüber abstimmen. ... Ich betrachte die EU als Organisation, von der alle profitieren sollten. Aber die Arbeitslosigkeit in der EU ist sehr hoch, die Schulden der EU-Staaten sind ebenfalls sehr hoch. Persönlich denke ich, dass diese EU auseinanderfallen wird, weil sie nicht funktioniert. ...
=> Der Standard vom 21.4.2016
 
12.5.2016: Wenn die Ehrlichkeit scheitert, scheitert Europa
Sprechen wir es aus: Demokratie und eine effiziente 28-Länder-EU, das geht einfach nicht zusammen. Was von beiden sie bevorzugen, wurden EU-Bürger bisher nicht gefragt.
=> ZEIT-online.de vom 12.5.2016
 
12.5.2016: Brexit - Italiens Finanzminister sieht Sprengkraft für EU
Ein Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union birgt nach Ansicht des italienischen Finanzministers Pier Carlo Padoan politische Sprengkraft für die ganze Gemeinschaft. Ein sogenannter Brexit könnte andere Länder veranlassen, der EU ebenfalls den Rücken zu kehren, sagte Padoan. ...
=> Salzburger Nachrichten vom 12.5.2016

27.6.2016: Angela Merkel lehnt aus Sorge vor Fliehkräften Vertiefung der Eurozone ab.
"Es gebe große Sorge an den internationalen Finanzmärkten, dass die gesamte EU nicht mehr regierbar sei."
=> Der Standard vom 27.6.2016  

5.7.2016: Die Europäische Union ist tot. Es lebe das europäische Projekt!
... Der Brexit böte zwar  Anlass reinen Tisch zu machen, aber weit und breit ist kein Herkules in Sicht, der den verfahrenen Karren EU aus dem hausgemachten Morast zu ziehen vermöchte. ...
=> Blog Helmut Müller

12.7.2016: Sarrazin: "Chaos und Perspektivlosigkeit der EU"
... Vor allem beim Umgang mit dem Euro und beim Thema Einwanderung habe die EU in der Vergangenheit kein gutes Bild abgegeben. Die Briten hätten also im Fernsehen gesehen, "dass die Deutschen für die Griechen zahlen, demnächst wahrscheinlich auch noch für andere. Nirgends läuft es wirtschaftlich vernünftig, weder in Griechenland, noch in Italien, in Spanien oder Frankreich", so Sarrazin. ...
=> KRONE.at vom 12.7.2016

21.7.2016: Italien, das Problemkind Europas
... Das Bankenproblem ist akutes Symptom für eine jahrelange Strukturkrise. Sie könnte aber die reformorientierte Regierung zum Rücktritt zwingen – mit Folgen für die ganze Eurozone.
=> Die Presse vom 21.7.2016

25.7.2016: Günter Verheugen: "Das könnte die gesamte EU in die Luft sprengen“
Günter Verheugen, ehemaliger Vizepräsident der EU-Kommission und SPD-Politiker, über die Türkei-Krise, Brexit, die Dominanz Deutschlands und die drohende Auflösung der EU.
profil: Die EU kommt aus den Krisen kaum mehr heraus. Leitet der EU-Austritt Großbritanniens den Zerfall der Europäischen Union ein?
Verheugen: Dieser Brexit hat tatsächlich das Potenzial, die gesamte EU in die Luft zu sprengen. Deshalb war ich entsetzt über die ersten Reaktionen in Brüssel, mit denen der Eindruck erweckt wurde, als ob das leicht verkraftbar wäre. ... Die Verantwortung für die verschiedenen Krisen liegt außerdem nicht bei den ost- und mitteleuropäischen Ländern. Sie haben weder die Wirtschafts- noch die Banken- oder die Eurokrise angezettelt. Kein einziges wichtiges europäisches Projekt ist an einem dieser Länder gescheitert. Die sogenannten alten EU-Länder sind der Krisenherd. ... Die EU-Kommission hat ihre Rolle als entscheidender Motor für Fortschritte in der europäischen Integration weitgehend eingebüßt. Sie wird mehr und mehr ein Werkzeug der Mitgliedsstaaten. Die Entscheidungen verlagern sich auf die intergouvernementale Ebene, also auf Direktkontakte zwischen den großen Hauptstädten. Die kleineren Mitgliedsländer haben dann zu akzeptieren, was dabei herauskommt. Das kann die EU kaputtmachen. ... Wenn die Staats- und Regierungschefs in Brüssel zusammenkommen, dann denken sie nicht an das europäische Gemeinwohl, sondern an ihre nächste Wahl. Das führt zum Vorrang nationaler Interessen und zu immer mehr Rücksichtslosigkeit. Ich stehe kurz davor, den Begriff Auflösungsprozess zu verwenden. Es gibt eindeutig Zeichen für einen Niedergang der EU, daran besteht kein Zweifel.
=> profil vom 25.7.2016 

28.10.2016: „Die EU läuft Gefahr auseinanderzubrechen
... Martin Schulz, der mächtige Präsident des Europäischen Parlaments, klingt alles andere als optimistisch, wenn er über den derzeitigen Zustand der Europäischen Union spricht. „Die Situation ist dramatisch, wir laufen Gefahr auseinanderzubrechen“, sagte er dieser Tage vor Journalisten in Brüssel. ...
=> Die Presse vom 28.10.2016
 

30.10.2016: ORF „IM ZENTRUM“: Der gelähmte Riese – Zerbröckelt die EU?



Darüber diskutierten am Sonntag, dem 30. Oktober 2016, um 22.00 Uhr in ORF 2
bei Ingrid Thurnher „IM ZENTRUM“:
* Erhard Busek: ehem. Vizekanzler, ÖVP
* Lisa Mittendrein: ATTAC
* Stefan Lehne: Thinktank Carnegie Europe, Brüssel
* Hans-Peter Martin: ehem. EU-Parlamentsabgeordneter, Ex-SPÖ
* Ulrike Guérot: Politikwissenschafterin, European Democracy Lab, Berlin
* Robert Marschall: EU-Austrittspartei
 



4.11.2016: Experte warnt vor Italiens EU-Austritt und dramatischen Folgen

Heikles Referendum am 4. Dezember: Nach „Brexit“ nun „Italexit“? Experte warnt vor Italiens EU-Austritt und dramatischen Folgen. ...
Zunehmend besorgt sehen Politik und Wirtschaft nun einer Entscheidung in Italien entgegen, die noch viel schlimmere Auswirkungen haben könnte als der EU-Austritt der Briten: das Referendum, mit dem Premierminister Matteo Renzi am 4. Dezember die Bürger über eine Verfassungsreform abstimmen lassen will....
Mit einer Partei als möglichem Sieger, die schon vor zwei Jahren einen Austritt aus der Eurozone forderte: die Protestbewegung „5 Sterne“ des Komikers Beppe Grillo. Obwohl noch gar nicht im italienischen Parlament vertreten, sehen Umfragen die „5 Sterne“ mittlerweile als stärkste politische Kraft.
=> FOCUS.de vom 4.11.2016



17.11.2016: In der derzeitigen Form wird die EU von der Weltbühne abtreten.
"... Die Kommission sitzt zwar am Steuer, aber das Vehikel ist so konstruiert, dass auch an allen 28 Sitzplätzen funktionierende Lenkräder montiert sind, die von den Passagieren auch fleißig bedient werden. ..."
=> Die Presse vom 17.11.2016

14.12.2016 Juncker: Es brennt an allen Ecken und Enden
 - nicht nur an europäischen Ecken und Enden. Aber dort, wo es außerhalb Europas brennt, verlängert sich die Feuersbrunst nach Europa."
=> OE24.at vom 14.12.2016

1.1.2017: Im Jahr 2017 beschleunigt sich die Auflösung der EU
Erstaunlich einmütig erwarten Ökonomen und politische Analysten, dass sich im Jahr 2017 die Auflösung der EU beschleunigen wird. Es dürfte ein unruhiges Jahr für Europa werden.
=> DWN vom 1.1.2017

2.1.2017: Franz Fischler: "Europa steht vor dem Abgrund"
Der frühere EU-Kommissar Franz Fischler will an seine eigenen Erzählungen nicht mehr glauben. Er sieht einen Weg in Richtung Kerneuropa – umgeben von einer europäischen Freihandelszone – vorgezeichnet. ...
   „In meinem Denken hat sich Fundamentales verändert. Vor zehn Jahren hätte ich noch jede Frage, die sich um einem möglichen Zerfall der Europäischen Union dreht, zurückgewiesen. Der Zerfall der Union war für mich undenkbar. Heute muss ich sagen: Dies war ein großer Fehler meiner Politikergeneration. ... Hören wir endlich damit auf, die Augen vor der Realität zu verschließen. Europa steht vor dem Abgrund“, sagt Fischler mit Blick auf das Jahr 2017.
=> Tiroler Tageszeitung vom 2.1.2017

22.01.2017: Zeit zum Erwachsenwerden
Die Krise des Westens ist längst auch mitten in der Europäischen Union angekommen. Europa muss nun erwachsen werden, es muss funktionieren - oder es geht kaputt.
=> Tagesspiegel vom 22.1.2017

10.3.2017: Die EU in ihrer schwersten Krise
Polen ärgert Brüssel.
Krise nach Brexit.
Angst vor Erdogan.
Merkel will Kerneuropa.
Polen will die EU jetzt weiter blockieren.
Kern: Viel Zeit bleibt nicht mehr
=> krone.at vom 10.3.2017

17.3.2017: Hans-Werner Sinn: „Das Gleichgewicht der EU ist zerstört
... Sinn zeichnet ein düsteres Bild für eine EU nach dem Brexit: „Die Wirtschaftskraft des Vereinigten Königreichs ist genauso groß wie die der 20 kleinsten EU-Länder zusammengenommen. Es ist, als würden nun 20 von 28 Ländern gleichzeitig austreten“, schreibt er. Der Ökonom bewertet den Austritt als Misstrauensvotum gegen die EU. ...
=> Business Insider Deutschland vom 17.3.2017 

21.3.2017: EU: Stetig rieselt der Putz
Die USA beschleunigen ihr Disengagement in Europa, das allein deshalb näher zusammenrücken sollte. Tut es aber nicht, wie der jüngste EU-Gipfel gezeigt hat
=> DerFreitag vom 21.3.2017



Weitere Kapitel:

1. Chronologie des EU-Zerfalls  
2. Meinungen / Zeitungskommentare 
3. Ursachen des EU-Zerfalls  
4. Abwicklung des EU-Zerfalls 
5. Europa nach dem EU-Zerfall: Ziele & Programm der EU-Austrittspartei
 





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