EU-Austrittspartei: Für den EU-Austritt Österreichs, für Österreich!
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Banken & Versicherungen

9.2. Banken & Versicherungen in Österreichs

 

Ziele & Programm der EU-Austrittspartei:


* Keine Staatssubventionen und Haftungsübernahmen der Republik Österreich für Banken & Versicherungen. Wenn jemand rettungsbedürftig ist, dann sind es die Kunden der Banken- und Versicherungen, aber nicht die Banken. Der Staat - und somit in weiterer Folge die Steuerzahler - sollten nicht die Ausfallsbürgen der Banken und Versicherungen, sein. 
Staatssubventionen für Banken & Versicherungen bedeuten nicht "freien Wettbewerb", sondern einen "subventionierten Wettbewerb" und sind daher abzulehnen.

* Wir fordern eine funktionierende Bankenaufsicht und Versicherungsaufsicht. Leider hat die SPÖ-ÖVP-Koalition aus dem vergangenen BAWAG-Skandal nichts gelernt. Die Finanzmarktaufsicht versagt wieder fundamental, wie man bei den letzten Skandalen bei der Hypo-Alpe-Adria-Bank, Kommunalkredit, Volksbanken (ÖVAG) usw. sieht.

* Wir fordern eine Totalreform bei der Österreichischen Nationalbank (OeNB). Nicht nur die Privilegien sind jenseits jeder Vernunft (z.B. Luxuspensionen bis zu 32.000 Euro im Monat (!), sondern auch die Nationalbank hat in ihrer Rolle als Bankenaufsicht spektakulär versagt. Die OeNB sollte monatlich offenlegen, in welchem Ausmaß sie fremde Staatsanleihen und Derivate und sonstige angebliche "Wertpapiere" im Bestand hat.
Die Österreichische Nationalbank hat sich auf ihren eigentlichen Daseinszweck zu besinnen, nämlich für eine harte österreichische Währung mit niedriger Geldentwertung (Inflation) zu sorgen. Schilling- statt Euro-Währung bevor es den EURO als Währung nicht mehr gibt.

* Mehr Wettbewerb am Kapitalmarkt: keine Bank darf eine derartige marktbeherrschende Stellung und Macht haben, dass ihr Zusammenbruch einen Wirtschaftskollaps in Österreich bewirken könnte ("too big to fail"). Ansonsten ist der Staat von den größten Banken beliebig erpressbar.

* Trennung von Geschäftsbanken und "Zockerbanken". Nur bei den Geschäftsbanken sollen die Kunden bis zu 100.000 Euro gerettet werden.

* Wir fordern ein spezielles Konkursverfahren für Banken, Sparkassen und Versicherungen.

* Wir sind gegen eine Bankenunion und die gemeinsame EU-weite Einlagensicherung, denn Österreich müßte dann für marode Banken im Ausland ebenfalls mithaften und somit ist dann für die Rettung österreichischer Sparer möglicherweise zuwenig Geld da.

Gegen die Enteignung von Sparern zwecks Rettung der Banken, so wie das die EU vorsieht. Ganz im Gegenteil. Die EU-Austrittspartei fordert, dass die Spar- und Bankguthaben durch die österreichische Einlagensicherung wie bisher abgesichert bleiben. Das Risiko eines Bankenkonkurses müssen die Aktionäre tragen.
  
* Schutz der privaten Bankdaten. Für eine größt-mögliche Aufrechterhaltung des österreichischen Bankgeheimnisses.
 

Kurzfilm, wie die Finanzlobby denkt und handelt:

Wie die Kosten der Finanzkrise auf die Allgemeinheit aufgeteilt werden soll. Dies ist letztendlich auch so - wie im Film beschrieben - geschehen.
PS: Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast schon wieder lustig ...



Derzeitige Situation am Finanzplatz Österreichs:

* Keine gut-funktionierende Finanzmarktaufsicht.
* Die österreichische Nationalbank ist ohne eigener Währung und ohne Währungspolitik.
* Die Abgeordneten von SPÖ-ÖVP-FPÖ-BZÖ-Grüne beschlossen am 20. Oktober 2008 im Nationalrat das 100 Milliarden Euro "Bankenrettungspaket" durch die österreichischen Steuerzahler, ohne diese zu befragen, ob die denn das auch wollen.
* Während die Bankmanager nach wie vor hohe Bonuszahlungen trotz bezogener Staatshilfe abkassieren, steigt der Frust und Ärger in der Bevölkerung über die Politik immer mehr an.
  

Exkurs: Auch Spaß muss sein:
Wie Raiffeisen in Ungarn Kredit an den Mann/ Frau bringt :-)))
Kein Wunder, dass man dann das Geld abschreiben kann oder?
Hoffentlich müssen nicht wieder der Steuerzahler für die Banken zahlen.



Mehr Infos & Linktipps:


* Nationalbank: Alle wussten von den Provisionen. Qu => Die Presse 2.12.2011
* OeBS-Affäre weitet sich aus. Ermittlungen gegen Nowotny und Liebscher. Qu. => Ö1 ORF-Radio vom 28.11.2011
* Nationalbank: Festnahmen in Schmiergeldaffäre. Qu => Salzburger Nachrichten 5.11.2011
* Nationalbank: Verdacht auf Provision für Schmiergeldzahlung. Qu. => Kleine Zeitung 2.11.2011
* Österreichische Nationalbank: Schmiergeld an Syrien? news.at 29.11.2011
 

12.4.2013 Marathon-Laufen statt „Banken-Run“





Am 14.4.2013 findet der heurige Vienna-City-Marathon und Halbmararthon statt. Das ist noch Sport pur über 42 bzw 21 Kilometer.
   Im Gegensatz dazu laufen bei einem „Banken-Run“ die Bankkunden möglichst schnell zur nächstgelegenen Bankfiliale und versuchen ihre Spareinlagen zu retten. Meist STEHEN sie dann aber beim „Banken-Run“ vor den verschlossenen Türen der Bank. So passiert im EU-Land Zypern.
   Wer berechtigter Weise Angst hat vor einem Banken-Krach bzw EURO-Kollaps, der sollte rechtzeitig sein Geld von der Bank abheben. Dann brauchen Sie sich nicht über die Kapitalertragssteuer ärgern und auch nicht über das abgeschaffte Bankgeheimnis.





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kleine Ergänzung zum Rundschreiben 30.7.2016

Die Bank Austria ist nicht nur durch die Zusammenlegung von Zentralsparkasse und Creditanstalt entstanden, sondern zusätzlich auch noch Länderbank. Interessant bei den Bankenzusammenlegungen ist folgendes:
   Hatte man z. B. früher ein Sparbuch bei der Z, eines bei der CA und eines bei der Länderbank - jeweils in der Höhe der garantierten Einlagenhaftung - so hat sich diese Haftung nach der Zusammenlegung nicht so wie es eigentlich logisch wäre verdreifacht. Heißt im Klartext, die garantierte Einlage unseres fiktiven Bankkunden hat sich durch die Zusammenlegung der drei Banken auf ein Drittel reduziert.
   Ähnlich hat es sich bei BAWAG plus P.S.K. halbiert. Das ist der AK und dem Konsumentenschutzverein offenbar auch noch nicht aufgefallen! 
Liebe Grüße Bernhard     30.7.2016



Staat als Komplize der Banken

Der Staat Österreich - in den meisten anderen EU-Ländern ist es nicht besser - wurde der Staat immer öfter zum Komplizen der Banken. Das beginnt mit bankenfreundlichen Gesetzen, fahrlässig mangelhafter Kontrolle, Subventionen in Milliardenhöhe und es ging bis zu Verstaatlichung der Pleitebank Hypo-Alpe-Adria-Bank ("very bad bank").
   Daß mit Steuergelder Fehlspekulationen der Banken in aberwitziger Milliardenhöhe ersetzt wurden ist der größte Skandal der zweiten Republik.
Robert M.   6.1.2015



Kommt ein Mann zur Bank ...

 .. und will 25.000 Euro Kredit für den Kauf eines Autos haben. Die Bank lehnt ab, weil die Prüfung von vorhandenem Vermögen, Arbeitsplatz (arbeitslos) und Bonität, kurz, die Sicherheiten, die der Antragsteller vorweisen kann, nicht ausreichen.
   Da beschreibt der Antragsteller des Kredits dem Bankmitarbeiter eine optimistische Zukunft: Er werde sich um Arbeit bemühen, er rechne auch damit, dass er in den kommenden 2 bis 3 Jahren neben der Tilgung des Kredits zusätzliche 10.000 Euro sparen werde. Seine Zukunfts-Projektionen sind glänzend.
   Die Bank freut sich wegen der positiven Zukunfts-Projektionen und sieht die Bonität gleich in ganz anderem Licht. Der Kredit wird bewilligt.
   Unsinn, der letzte Satz? - Ja, klar. Natürlich geht es so nicht. So geht es aber:

Kommt eine Bank zur EZB ...
... und will die aktuelle Sicherheitsüberprüfung, also den neuen Stresstest, bestehen.
   Hintergrund: Die Bilanzen von über 120 europäischen Banken aus den EU-Staaten werden in den kommenden Monaten von der Europäischen Zentralbank (EZB) einem neuerlichen Stresstest unterzogen. Dabei müssen sie zeigen, wie gut sie gegen Krisen gewappnet sind.
   Einige Banken würden diesen Stresstest wegen der schwachen Bilanzen des Jahres 2013 wohl nicht bestehen.
   Da beschreibt die kriselnde Bank der EZB eine optimistische Zukunft: Man werde sich um Sicherheiten bemühen, man rechne auch damit, dass die Bilanz in den kommenden 2 bis 3 Jahren zusätzliches Eigenkapital ausweisen werde. Die Zukunfts-Projektionen der Bank sind glänzend.
   Die EZB freut sich wegen der positiven Zukunfts-Projektionen und sieht die zu prüfende Bank gleich in ganz anderem Licht. Der Stresstest wird für die betroffenen Banken abgeschwächt. Die Bank besteht.
   Unsinn, der letzte Satz? - Nein! So geht es. So ist es derzeit (wohl) geplant.
   Nach einer Meldung der Internet-Ausgabe des Handelsblattes werden kriselnde Banken nicht anhand der schwachen Bilanzen von 2013 geprüft, sondern es werden "die Bilanz-Projektionen für die Jahre 2014 bis 2016" (Zitat Handelsblatt) zugrunde gelegt.

Pseudo-Sicherheit
Das, was in meiner eingangs geschilderten fiktiven Geschichte "Kommt ein Mann zur Bank" absurd ist, ist bei Banken offensichtlich geplant. Der Stresstest wird uns dann vermutlich mit den Worten präsentiert: Banken endlich auch im Krisenfall sicher. Eine Pseudo-Sicherheit. Eine Sicherheit, die uns nur vorgegaukelt wird.
   Dazu passt eine ebenfalls aktuelle Meldung, die "The Wall Street Journal" in ihrer deutschen Internet-Ausgabe mit den Worten "Großbanken mogeln sich an neuen US-Finanzregeln vorbei" überschreibt.
   Dort wird geschildert, dass Europäische Banken mit juristischen Harrspaltereien eine höhere Eigenkapitalquote für ihre US-Töchter ausweisen wollen, um den schärferen Sicherheitsanforderungen der US-Bankenaufsicht (scheinbar) genüge zu tun. Neues Eigenkapital, wen wundert's, ist nach den trickreichen Ideen der Banken dafür nicht nötig.
   Was war das noch für eine schöne Zeit, bei der das gute alte Sparbuch als mündelsichere Anlage galt.
Ernst L.        12. Feb. 2014



Warum das Bankensystem nicht funktioniert

Auf Grund der Tatsache, dass es Menschen gibt, die den Hals nicht voll genug bekommen können und vor lauter Gier nach dem schnöden Mammon alle Skrupel abgelegt haben (quer durch Politik und Wirtschaft) muss es einen nicht wundern, dass die Armen immer ärmer, die Reichen immer reicher werden und der Mittelstand (zu dem ich mich auch zähle) nach und nach verschwindet.
Anscheinend haben diejenigen Personen - die bei uns und in der EU das sagen haben - eine völlig neue Wirtschaftsform endeckt, den von mir sogenannten "Kapitalkommunismus". Es handelt sich um eine Mischung aus Kapitalismus (Private Unternehmer investieren, ziehen Gewinne ein und stehen dafür gerade, wenn sie sich verspekuliert haben) und Kommunismus (Der Staat, sprich Steuerzahler investiert, bekommt Gewinne und zahlt bei Verlusten). Derzeit ist es so, dass die fetten Gewinne von den Aktionären, Lobbyisten, Politikern, Bänkern usw. eingestreift werden und die Verluste, unter dem Deckmantel Banken, Euro, Griechenland- und was weiß ich noch Rettung an uns Steuerzahler abgewälzt werden. (= Gewinne werdet "privatisiert", Verluste werden "sozialisiert").
   Der Staat Österreich (und die dazugehörenden Politiker) sollten einmal eine dieser Verlustbanken krachen lassen, die Bänker mit ihrem Privatvermögen haften lassen und nur an die privaten Sparer die Einlagen direkt auszahlen. Dann würden die Bänker nicht mehr in Luftgeschäfte (hahaha Immobilienblase) investieren und die sogenannten "kleinen Sparer" hätten nichts verloren. Würde im übrigen nach Hausverstand auch weniger kosten als das ganze Geld in Bankensysteme und bankrotte Länder hineinzupumpen.

Hier ist noch ein Link zu einem sehr gut erklärenden Filmchen
 





Für ein souveränes und freies Österreich und gegen EU-Diktat.

Gerhard S.          11. Dezember 2012



"Banken in die Schranken" Volksbegehren

Das Banken-Volksbegehren gibt es nach wie vor, es hat sich jedoch unter
ein neues Motto gestellt: "Banken in die Schranken!". Parallel zum
österreichischen Volksbegehren gibt es nun auch eine EU-Petition:
http://www.banken-in-die-schranken.eu
Reinhold M.         5. Mai 2012



Idee

Hallo.
Wie wäre es mit diesem Link:
http://banken-volksbegehren.at/home
LG Markus   10. Februar 2012



Geldmacht unterhöhlt die Demokratie

Deshalb muß das Vermögen von großen Kapitalgesellschafte - z.B. bei Banken und Versicherungen - begrenzt werden.

Gast       Dez 2011





4.5.2013 "profil" veröffentlicht den Brief von EU-Kommissar Almunia an die Finanzministerin

Das Nachrichtenmagazin "profil" veröffentlicht in seiner Montag erscheinenden Ausgabe den Brief von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia vom 14. März 2013. In dem englisch abgefassten Schreiben bezeichnet der EU-Kommissar die Hypo Alpe-Adria (HGAA) als eine der "am meisten subventionierten Banken in der EU", wirft dieser Wettbewerbsverzerrung vor und kritisiert die wiederholten "Beteuerungen" Österreichs, die Restrukturierung des Instituts voranzutreiben. In Folge die Übersetzung von Almunias Brief:
   "Ich stelle eingangs fest, dass die Bank seit 2008 wiederholt Staatshilfe erhalten hat und Österreich um die Genehmigung für einen weiteren großen Betrag ersucht. Die Summe aus bereits erhaltenen und nun gewünschten weiteren Kapitalmaßnahmen ... machen aus der Hypo Alpe-Adria eine der meistsubventionierten Banken in der Europäischen Union. Ich muss auch daran erinnern, dass dies eine der längsten Fälle ist, mit denen wir uns seit Ausbruch der Finanzkrise auseinandersetzen müssen. Von Anfang an hörten wir Beteuerungen seitens Österreichs, dass die Bank eine umfassende Restrukturierung in Angriff genommen habe ... Die Restrukturierungsanstrengungen waren nicht entschlossen genug, dauern vier Jahre nach Genehmigung der ersten Unterstützung immer noch an, und Österreich verlangt in seinem jüngsten seinem Restrukturierungsplan weitere fünf Jahre Zeit ... Die laufende eingehende Prüfung hat ergeben, dass die Bank in Folge fundamentaler Defizite im Kredit- und Risikomanagement weiterhin riskante, unprofitable Geschäfte tätigt. Die Bank verzerrt den Wettbewerb und hat keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um ihre Probleme zu lösen. ... Ich habe starke Zweifel an der Stichhaltigkeit des HGAA-Geschäftsmodells und kann daraus nicht ableiten, dass die HGAA in der Lage sein wird, auf Dauer selbständig am Markt zu bestehen ... Unter den gegebenen Umständen muss ich Sie daher informieren, dass ich der Kommission keine Entscheidung zugunsten der HGAA vorschlagen kann."
Weiters skizziert Almunia die Vorstellungen der EU-Kommission: Verkauf der "operativen Teile" bis Ende 2013 oder die Schließung der Bank, welche nach Berechnungen der Oesterreichischen Nationalbank bis zu 16 Milliarden Euro kosten könnte. Laut Almunia würde dies die "sehr unglückliche Geschichte dieser Bank" beenden. ~ Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion,



2.5.2013 EU will Kommunalkredit selbst verkaufen

Wiener Zeitung in der Freitag-Ausgabe: 
Die EU-Kommission verliert die Geduld mit Österreichs Umgang mit den Problembanken. Da bei der Kommunalkredit-Privatisierung die gemäß Beihilfen-Vertrag vereinbarte Frist verstreicht, will die Kommission nun einen "Trustee" einsetzen, der die Bank selbst verkauft. Österreich könnte nur noch zuschauen dabei.
  
Die Aufregung ist groß, da ein solcher Verkauf nur zu Bedingungen möglich wäre, der nicht nur vom Kaufpreis (250 Millionen Euro) weit entfernt wäre, sondern die Republik auch mit beträchtlichen Haftungen hinterlassen würde. Der Vertrag zwischen Österreich und der EU berechtigt die Kommission allerdings zu der Vorgangsweise. Insider glauben, dass in Brüssel die Zweifel wachsen, ob die Republik die Abwicklung der Problembanken noch im Griff hat. Auch bei der Hypo Alpe Adria steht eine Fristverlängerung für den vereinbarten Abverkauf im Raum, und auch bei der Volksbanken AG gibt es Verzögerungen. Hinter den Kulissen wird die Kritik an Finanzministerin Fekter ob deren Verhandlungsgeschick lauter. Allerdings muss sich von österreichischer Seite auch die EU-Kommission vorwerfen lassen, dass ein dekretierte Verkauf der Kommunalkredit die Schulden Österreichs erhöhen würde, obwohl dieselbe Kommission die Sanierung der Staatshaushalte einfordert. Banker sprechen von einer "unguten Situation für den Bankplatz Wien." Die Verhandlungen zwischen Wien und Brüssel laufen nun auf Hochtouren, um die Kommission zum Einlenken zu bewegen.
Rückfragehinweis: Wiener Zeitung Sekretariat



10.4.2013 Hypo-Rettung: Fekters brutale Abfuhr in Brüssel

Dass sich Finanzministerin Maria Fekter zu ihrem Besuch bei der EU-Kommission vor wenigen Tagen in der Öffentlichkeit eher wortkarg gibt, hat seinen Grund. NEWS liegt der Ministerratsvortrag vor, mit dem Fekter ihre Regierungskollegen über das Gespräch informierte, in dem sie mehr Zeit für die Sanierung der Hypo Alpe Adria erreichen wollte. Darin zeigt sich, welch brutale Abfuhr die Ministerin einstecken musste. Fekter berichtet, dass Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia ihr bereits vor dem Treffen mitgeteilt habe, dass "die Kommission den von der Hypo Alpe Adria erstellten Restrukturierungsplan für nicht glaubwürdig ansehe". Die Finanzministerin erklärt, sie habe "darauf hingewiesen, dass trotz der Bemühungen der Bank eine vollständige Re-Privatisierung der Hypo Alpe Adria im aktuellen Marktumfeld bis Ende 2013 - so die zeitliche Vorstellung des Kommissars - nicht durchführbar ist". Nach Ansicht der Kommission wäre die Bank "weder in Ost- und Mitteleuropa, noch in Österreich systemrelevant", berichtet Fekter. Nach Einschätzung der Kommission wäre es besser, "bei einem nicht nachhaltigen Geschäftsmodell die Bank rascher zu schließen, um nicht noch höhere Verluste entstehen zulassen". Almunia habe bemängelt, dass in der Vergangenheit die zugesagten Ziele seitens der Bank oftmals nicht erreicht wurden. Außerdem habe der Kommissar klar zum Ausdruck gebracht, dass "ein Zeitrahmen von 3,5 Jahren keinesfalls genehmigungsfähig ist".
Rückfragehinweis: Sekretariat NEWS Chefredaktion



3.12.2011 "profil": Banknotendruckerei OeBS wollte 2007 auch Irak beliefern

Bis zu 260 Millionen Banknoten sollten über Umweg Ukraine produziert werden. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, erwog die Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH (OeBS) im Jahr 2007, Banknoten für die Irakische Zentralbank zu drucken. Konkret sollten bis zu 260 Millionen Stück irakischer Dinar nach Bagdad geliefert werden, wobei die OeBS allerdings nicht direkt in Erscheinung treten wollte. Das Geschäft sollte laut einem Aufsichtsratsprotokoll vom 10. Dezember 2007 über einen Subauftrag in der Ukraine abgewickelt werden. Tatsächlich wurde dieser Plan vor dem Hintergrund der Sicherheitslage schließlich ersatzlos verworfen. Wie "profil" weiters berichtet, wurde im OeBS-Aufsichtsrat noch im Juni 2011 eine Vertiefung der umstrittenen Geschäftsbeziehungen mit Syrien diskutiert. Zu einem Zeitpunkt, da Präsident Bashar al-Assad bereits auf das eigene Volk schießen ließ, wollte die OeBS sich um die Erlangung eines neuen Auftrags aus Damaskus im Volumen von 400 bis 500 Millionen syrische Pfund-Banknoten bemühen.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502



20.10.2011: Raiffeisen Teil1 - Der stille Riese

"Ein Mangel an Eisen ist schlecht für den Körper. Das ist allgemein bekannt. Ein Mangel von Raiffeisen wäre demgegenüber gut für die Demokratie. Eine zu hohe Raiffeisenkonzentration ist schädlich für den Staat. Das sollte die Gesellschaft langsam begreifen. Eine Serie von Lutz Holzinger und Clemens Staudinger will dazu einen Beitrag leisten."

PS: Ausgangspunkt von Raiffeisen war übrigens die "Selbsthilfe". Wer hätte das gedacht?







15.10.2011 "Kleine Zeitung" Kommentar: "Ein Fall für die Mutbürger"

von Reinhold Dottolo, Ausgabe vom 16.10.2011
Nicht lange ist es her: Da beschuldigte Andreas Treichl, der angesehene Chef der Erste Bank, die Kaste der Politiker mit rüden Worten der wirtschaftlichen Ahnungslosigkeit. Dies erregte auch Aufsehen, weil die Wortmeldung des Bankers vor dem Hintergrund eines erfolgreich geführten Geldinstituts abgegeben schien. Doch siehe da: Dieser Tage musste Treichl darlegen, dass auch seine Gruppe im Osten "Miese" gemacht hat und für heuer 1,6 Milliarden Euro abschreiben müsse. Keine Rede könne außerdem davon sein, dass die Erste das 2008 geliehene Staatskapital von rund 1,2 Milliarden wie angekündigt heuer zurückzahle.
Die Metamorphose des Spitzenverdieners und verbal offensiven Strahlemanns zum sich ob der Probleme Asche auf das Haupt streuen müssenden Krisenrealisten ist bemerkenswert. Auch weil sie Mustern entspricht, die in der Wirtschaft und in der Politik zu oft anzutreffen sind. Es werden Eindrücke vermittelt, die nicht halten, und Versprechungen gemacht, die nicht eintreffen. Und zwar nicht von Mitläufern, sondern von Spitzenrepräsentanten. Zu den Krisen, durch die wir derzeit durchmüssen, gesellt sich auch deswegen eine des Vertrauens in die sogenannten Eliten, zu denen sich Distanz aufgebaut hat. ...
Weil derlei Begabungen aber nicht wie Sand am Meer anzutreffen sind, beginnen die Enttäuschten selbst zu reagieren. Initiativen von Geduldsbürgern, die zu Wut- und noch besser zu Mutbürgern mutieren, machen Hoffnung auf mehr Druck von unten nach oben. Das ist gut so: Unsere Demokratie und unser Land sind zu wertvoll, um sie feigen oder nur in Schlagzeile des nächsten Tages denkenden Repräsentanten allein zu überlassen.

Rückfragehinweis: Kleine Zeitung, Redaktionssekretariat,
OTS0064 2011-10-15/19:46